Neue Auszeichnung für das Theater Hagen

by

Aus der Produktion „Tristan und Isolde“. Foto: Klaus Lefebvre.

Die Inszenierung von Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ am Theater Hagen von Jochen Biganzoli mit seinem Team (Bühne: Wolf Gutjahr, Kostüme: Katharina Weissenborn, Dramaturgie: Francis Hüsers), die am 7. April 2019 in Hagen Premiere feierte, ist für „Der Faust“, den wichtigsten Theaterpreis im deutschsprachigen Raum, nominiert in der Kategorie Regie Musiktheater. Das Theater Hagen kann sich über diese erneute Bestätigung seiner künstlerisch herausragenden Arbeit freuen.

Das Regieteam von „Tristan und Isolde“ um den Regisseur Jochen Biganzoli mit Francis Hüsers als Dramaturg, der seit 2017 Intendant des Theaters Hagen ist, realisierte bereits zahlreiche überregional beachtete Opernproduktionen, u.a. in Hamburg, Lübeck und Halle, und war mit der Lübecker Inszenierung von Dmitri Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ 2016 auch schon einmal für „Der Faust“ nominiert.

Hüsers holte das Team für eine kontinuierliche Zusammenarbeit nach Hagen, wo Biganzoli in diesem Team zuletzt die Oper „Cardillac“ von Paul Hindemith in einer ebenfalls viel beachteten Inszenierung realisierte (Premiere: 21.9.2019).

Intendant und Dramaturg Francis Hüsers über die Inszenierung und Nominierung:

„Im Regiekonzept der Hagener ‚Tristan und Isolde‘-Produktion wird das Aneinander-Vorbei-Reden und damit die Einsamkeit und Vereinzelung von Wagners Opernfiguren schon durch das geniale Bühnenbild von Wolf Gutjahr aufs Eindrücklichste visualisiert: Alle sind buchstäblich in ihren je eigenen drei Wänden eingesperrt, handeln in Biganzolis Regie aber dennoch gemeinschaftlich in beständigem Bezug aufeinander und perfekt abgestimmt auf Wagners Musik. So findet die Sehnsucht nach menschlicher Kommunikation und Zweisamkeit, die auch Richard Wagner bewegt hat, in dieser Produktion einen ungeheuer starken sinnlichen Ausdruck.

Schon dass das Theater Hagen mit dieser Produktion für ‚Der Faust‘ nominiert ist, nehmen wir dankbar als Aufforderung und Ermunterung an, unter schwierigen Bedingungen, die sich heute nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie noch einmal verschärft haben, dennoch künstlerisch hochwertigstes Theater in Hagen zu machen. Und darauf können wir wohl zurecht stolz sein.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: