Erste Premiere im Lutz Hagen: „Nathan“

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Eine Theater Graphic Novel nach Gotthold Ephraim Lessing

Vlnr: Kristina Günther, Ralf Grobel, Anne Schröder. Foto: Dirk Burghaus.

Die erste Premiere im Lutz in der Spielzeit 2020/21 findet am 26. September 2020 (19.30 Uhr) statt. Auf dem Programm steht „Nathan“ – Eine Theater Graphic Novel nach Gotthold Ephraim Lessing in einer Bearbeitung von Anja Schöne (ab 14 Jahren, Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 9-13).

Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge. Die Tochter des reichen jüdischen Kaufmanns Nathan wäre fast bei einem Brand ums Leben gekommen, hätte sie nicht ein junger Tempelherr gerettet. Dieser war selbst erst kurz vorher vom Sultan überraschend begnadigt worden. Nun wehrt er sich gegen die Annäherungen der Judentochter, die für ihren Retter schwärmt. Gleichzeitig versucht er dem Patriarchen zu entkommen, der ihn als Spion gegen den Sultan, also seinen Retter, einsetzen will. Der Sultan wiederum braucht Geld von Nathan. Er bestellt ihn in seinen Palast und versucht ihm mit der Frage, welche Religion die einzig wahre sei, eine Falle zu stellen. Nathan antwortet dem Sultan mit der berühmten Ringparabel, die den Absolutheitsanspruch einer bestimmten Religion ad absurdum führt und sich stattdessen für gelebte Menschlichkeit ausspricht.

Auch in der heutigen Zeit werden Menschen angegriffen oder diffamiert, weil sie aus einem bestimmten Land kommen oder eine bestimmte Religion haben. Die Idee eines friedlichen Zusammenlebens der Nationen und Religionen scheint in immer weitere Ferne zu rücken. Zeit, sich mit der Botschaft der Ringparabel zu beschäftigen, Zeit für ein Stück, das sich intensiv mit der Gleichheit aller Menschen und Religionen auseinandersetzt.

Auf der Lutz-Bühne entsteht in der Ästhetik von Graphic Novels ein theatrales Archiv, das Lessings klassisches Ideendrama sichtet und den Brückenschlag ins Heute wagt.

In der vom Lions-Club Hagen-Harkort e.V. und von der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung unterstützten Produktion in der Inszenierung von Anja Schöne, der Choreographie von Jozsef Hajzer, der Ausstattung von Jeremias H. Vondrlik und Sabine Kreiter, ergänzt durch Comic-Illustrationen von Jan Falkenberg sind die Schauspieler Ralf Grobel, Kristina Günther, Michael Mayer und Anne Schröder auf der Bühne zu erleben.

Weitere Vorstellungen: 29.9. (12.00 Uhr), 8.10. (12.00 Uhr), 9.10. (19.30 Uhr), 11.11. (12.00 und 19.30 Uhr), 12.11. (12.00 und 19.30 Uhr), 13.11. (19.30 Uhr), 4.12. (19.30 Uhr), 8.12. (12.00 Uhr), 9.12.2020 (12.00 Uhr), 23.2. (12.00 und 19.30 Uhr), 24.2.2021 (12.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder unter www.theaterhagen.de

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