Opern-Doppelabend im Theater Hagen

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Aus der Oper „Die einsame Insel“: Maria Markina und Anton Kuzenok. Foto: Klaus Lefebvre.

Am Samstag, 12. September 2020 (19.30 Uhr, Großes Haus) präsentiert das Theater Hagen seine erste Opernpremiere in der Spielzeit 2020/21. Auf dem Programm stehen „Die einsame Insel“ („L’isola disabitata“) von Joseph Haydn und „Marilyn Forever“ von Gavin Bryars.

Mit seiner 1779 uraufgeführten Kurzoper „Die einsame Insel“ schuf Joseph Haydn ein musikalisches Kleinod, das den Schicksalen von vier Personen auf einer Insel nachspürt.

Ein Unwetter zwingt Gernando und seine Frau Constanza, ihre Schiffsreise auf einer unbewohnten Insel zu unterbrechen. Doch dann verschwindet Gernando spurlos und Constanza wartet jahrelang vergeblich auf seine Rückkehr. Nur ihre jüngere Schwester Silvia lebt mit ihr auf der Insel. Constanza ist überzeugt, das Gernando sie absichtlich allein gelassen hat, dabei wurde er von Piraten entführt. Wird er jemals auf diese Insel zurückkehren?

Dieses Werk, dessen Realisierung vom Theaterförderverein Hagen e.V. unterstützt wurde, ist in der dramaturgisch von Francis Hüsers begleiteten Inszenierung von Magdalena Fuchsberger, dem Bühnen- und Kostümbild von Monika Biegler und der Lichtgestaltung von Martin Gehrke zu erleben. Es singen und spielen die neuen Ensemblemitglieder Penny Sofroniadou, Anton Kuzenok und Insu Hwang, zu denen sich als Gast Maria Markina gesellt.

Der britische Komponist Gavin Bryars verwebt in seiner 2013 verfassten Kammeroper „Marilyn Forever“ assoziativ Szenen und Themen aus dem Leben der berühmten Schauspielerin Marilyn Monroe und orientiert sich dabei musikalisch an der Musik aus deren Lebzeiten – von Jazzmusik bis hin zur Minimal Music. Marilyn Monroe – wer kennt sie nicht. Bis heute geht, auch 60 Jahre nach ihrem Tod, immer noch eine überwältigende Faszination von dieser ambivalenten Persönlichkeit aus.

In der Inszenierung von Holger Potocki versucht eine Darstellerin sich dem Phänomen Monroe zu nähern, indem sie nicht nur ihr Äußeres nachahmt, sondern ihre Gefühle und Motivationen nachvollziehen möchte. Dieser Aufgabe nimmt sich Angela Davis an gemeinsam mit Kenneth Mattice, der mehrere Männerrollen verkörpert.

Zudem wirken gesanglich Mitglieder des Opernchors – Sebastian Joest, Wolfgang Niggel, Matthew Overmeyer und Bernd Stahlschmidt-Drescher – mit. Zum Produktionsteam gehören: Bernhard Niechotz (Ausstattung), Noemi Emanuela Martone (Choreographie), Hans-Joachim Köster (Licht, Video), Wolfgang Müller-Salow (Chor) sowie Rebecca Graitl (Dramaturgie).

Beide Opern, deren Verbindung vor allem das Thema „Einsamkeit“ darstellt, werden vom Philharmonischen Orchester Hagen begleitet, die musikalische Gesamtleitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Joseph Trafton.

Dieser Opern-Doppelabend hat eine Aufführungsdauer von ca. 2 ½ Stunden inklusive einer Pause. Dazu wird eine Einführung angeboten, die 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Zuschauerraum stattfindet.

Weitere Vorstellungen: 13.9. (18.00 Uhr), 26.9. (19.30 Uhr), 27.9. (18.00 Uhr), 13.11. (19.30 Uhr), 14.11.2020 (19.30 Uhr)

Die Stunde der Kritik: Sonntag, 13.9.2020, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé – Eintritt frei – Zu Gast: Regine Müller (Die Deutsche Bühne u.a.)

Eintrittskarten sind an der Theaterkasse erhältlich, die dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet ist. Reservierungen sind möglich per Telefon (02331 / 207-3218) oder per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de).

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