Rund um die Uhr für Hagen im Einsatz

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Erik O. Schulz tankt Ruhe auf dem Friedhof Delstern

Welcher Ort in Hagen ist für Sie jenseits von Rathaus und Zuhause bedeutsam?

Das mag sich merkwürdig anhören, aber das ist der Friedhof in Delstern, dort wurde mein verstorbener Bruder beerdigt und ich bin in der Nähe aufgewachsen. Unsere Grundschule lag direkt neben dem Friedhof, der für uns so eine Art Abenteuerspielplatz war.

Wenn wir um 15:00 Uhr unsere Hausaufgaben fertig hatten, trafen wir uns auf der Straße und fuhren mit den Fahrrädern zum Friedhof. Manchmal sind wir nur von Grab zu Grab gegangen, haben die Grabsteine entziffert oder ausgerechnet, wie alt die Menschen geworden sind. Aber wir haben natürlich auch manches angestellt, welches Kind hat das nicht?

Wenn wir sonst keine Idee hatten, haben wir auf der Brücke über dem Zugang zum Friedhof gewartet, um die Passanten mit kleinen Zweigen zu bewerfen. (…)

Heute sieht man dort keine Kinder mehr, umso leichter ist es für mich, dort Abstand zu gewinnen, Kraft zu tanken und Themen aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Quelle: Birgit Ebbert, Hagen – Porträt einer Stadt, Gmeiner-Verlag, 2016, ISBN 978-3-8392-1879-2

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