Corona-Zahlen so hoch wie vor einem Monat

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Die Anzahl der akuten Corona-Fälle in Hagen ist inzwischen wieder so hoch wie vor einem Monat. Zwischenzeitlich war die Zahl der aktuell Infizierten bereits für mehrere Tage auf nur noch 2 gesunken, seit gut einer Woche steigt sie täglich wieder an und liegt mittlerweile bei 35 – Locker-Laschet sei Dank! Stand: 21.06., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

7 Antworten to “Corona-Zahlen so hoch wie vor einem Monat”

  1. Wolfgang Poth Says:

    Lieber Doppelwacholder,
    bisher habe ich Ihre kritischen Kommentare und Berichte sehr geschätzt. Aber was ist das für eine Meldung, was für ein Kommentar? Journalistische Sorgfalt in der Berichterstattung stelle ich mir anders vor. Was charakterisiert diese neuen Fälle? Welche Altersgruppe? Wo haben sie sich infiziert? Hatten Sie bereits Vorerkrankungen? Was genau haben diese neuen Fälle mit den „Lockerungen“ zu tun? Sehr viele Fragen, auf die ich von einem seriösen Journalisten wenigstens den Versuch einer genaueren Antwort erwarte. Aber stattdessen nicht weiter als ein polemischer Angriff („Locker-Laschet“). Wo hat der Ministerpräsident etwas „gelockert“, was nicht in allen anderen Bundesländern auch gilt?
    Auf solche „Berichterstattung“ im Doppelwacholder verzichte ich gerne. Da kann ich auch die WP lesen.
    Mit den besten Grüßen
    Wolfgang Poth

    • KranichMuss Says:

      Eine “ Berichterstattung “ ist dies ja nicht, eher eine Kurzmeldung mit kurzer, wenn auch kritischer Anmerkung. Der Nachweis eines kausalen Zusammenhangs mit Lockerungen ist schwierig, zugegeben, zu vermuten schon. Ich habe zwar keine Lust, in diesem Zusammenhang sämtliche Bundesländer permanent zu vergleichen, aber tendenziell war Laschet offenbar bisher von der lockeren Sorte. Alles ist und bleibt aber wohl eine stete Gratwanderung.
      Wofür allerdings keiner, den ich kenne, Verständnis hat, ist z. B. die Öffnung der Schulen zu Anfang der Woche ohne Not. Da geht´s um ganze zwei weitere Wochen Pause plus Schulferien. Was sind zwei Wochen gegen Menschenleben und Schicksale für ein ganzes Leben ? Welches BL noch, macht´s nicht besser.
      Ich gehe nicht davon aus, daß es sich beim DW zwangsläufig um Journalisten handelt und daß Seriosität vom Status abhängt ( > nein ), begrüße aber eine Online-Zeitung, die nicht einfach Mainstream wie beim Einfachblatt transportiert , sondern konstruktiv – kritisch die Pfötchen anbietet. Daß dabei Schnitzer passieren, man auch mal neben der Spur liegt, kann nicht ausbleiben. Es sind dann allerdings auch die nicht zu übersehenden Überhöhungen / – treibungen, Schwülstigkeiten etc. – neben manch anderem – des vorgenannten Blattes, die daneben stehen.
      Nö, neutral fühle ich mich auch aus diesem Grund durchaus nicht, unterliege jedoch auch keinem ( Pseudo – ) Neutralitätsgebot.
      Wenn man hier verzichten kann, ist es ja einfach, weil man schlicht nicht lesen braucht. Dagegen muß man jeden Kiki – neben gelegentlich sinnvollen Berichten – als ABO-Kunde zumindest bezahlen.
      Und beste Grüße kommen schon gar nicht infrage, weil das zum einen ´ne Masche geworden ist und ich ja gar nicht wüßte, ob es nicht tatsächlich noch bessere gibt

    • ws Says:

      Die Verwaltung gibt grundsätzlich keine Details bekannt. Nicht zu Altersgruppen, nicht zu Vorerkrankungen, nicht zum Ursprung der Infektion. Die einzige Ausnahme war die Mitteilung über 20 Neuinfektionen in einer Wohngruppe für Senioren am 23. April. Die letzte Stellungnahme überhaupt stammt vom 11. Juni: „Die Fallzahlen und somit die zu behandelnden COVID-19-Patienten sind rückläufig, aktuell gibt es nur noch vier Infizierte in Hagen.“ Seitdem ist – wie geschrieben – die Zahl auf 35 gestiegen. Eine Stellungnahme seitens der Verwaltung (Gesundheitsamt) dazu gibt es nicht.

      Armin Laschet, der zu Beginn der Pandemie noch gewarnt hatte „Es geht um Leben und Tod“ war der erste Ministerpräsident, der später eine 180°-Wende eingeleitet und Lockerungen vorangetrieben hat. Dass andere Ministerpräsidenden dem nach und nach gefolgt sind, steht auf einem anderen Blatt. Im Ergebnis hat diese Vorgehensweise zu einem Durcheinander geführt, in dem niemand mehr weiß was noch gültig ist und was nicht. Und Laschet war der Vorreiter.

  2. Gaby Marx Says:

    Locker-Laschet? Ich finde solche Bemerkungen in höchstem Maße unqualifiziert und unpassend für jemanden, der journalistisch arbeiten will, zumal auch in Bayern die gleichen sog. Lockerungen gelten.

  3. Wolfgang Poth Says:

    Die Verwaltung gibt also grundsätzlich keine Details bekannt? Wäre das nicht mal eine ausführlichere Recherche und kritische Kommentierung wert?

    Seit Anfang März treibt mich die Frage um: Wieviele Menschen sind denn tatsächlich infiziert, wieviele haben Symptome, welche Altersgruppen sind wie betroffen? Inzwischen gibt es genügend Testmaterial, so dass es möglich wäre, einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung zu untersuchen. Die Meinungsforscher machen etwas Ähnliches zum Wahlverhalten jede Woche relativ genau mit der „Sonntagsfrage“. Dann hätten wir endlich mal Informationen, mit denen die Infektion realistisch einschätzbar wäre.

    Der Beitag im Doppelwacholder sagt aber nur: Wir wissen nichts Genaues, aber wir wissen, wer schuld ist. Ist das hilfreich?

    • KranichMuss Says:

      Ich kann Ihre Fragen – bis auf die letzte ( dazu war ja schon Stellung genommen worden ) – gut verstehen, geht mir ähnlich.
      Was falsches möchte ich nicht sagen, meine mich nur erinnern zu können, daß vor kurzem in WP/WR ein Artikel erschien, der genau das lapidar erwähnte ( und nur das ), was “ ws “ gestern schrieb / andeutete. Man ( Gesundheitsamt ) könne – unter Berufung auf den Datenschutz – zu diesen Punkten nichts weiteres veröffentlichen, was ich aber nicht verstanden habe, wenn hiermit keine Personenangaben und solche, die hierauf schließen lassen, verbunden sind.
      Ist es aber nicht Aufgabe eben dieser WP/WR, dies aufzugreifen ? Ist es nicht diese, die so manches gar nicht veröffentlicht, nicht kritisch unter die Lupe nimmt und bei Interviews nach platten Antworten aus Politik u. Verwaltung nicht nachhakt ? Und ist es nicht sie, die eine enge Verbindung hierzu unterhält ? –
      Und ( auch Gaby Marx ) unter Bezug, was ich im Vorkommentar zum Thema Schulöffnung schrieb: Wer war es denn, der diese anordnete ? Und wer ist es, der zu verantworten hat, wenn was passiert ( bekanntlich sind schon einige Schulen betroffen ) ? Die Schulen ?

  4. Pasche12 Says:

    @ Wolfgang Poth @ Gaby Marx

    „Locker-Laschet“ trifft den Nagel auf den Kopf, und der Doppelwacholder befindet sich mit dieser Qualifizierung in bester Gesellschaft. Am Dienstag schrieb die Süddeutsche Zeitung über Laschet:

    „Der Kandidat für den CDU-Parteivorsitz und Möchtegern-Kanzler hat seit dem Frühjahr den zweifelhaften Ruf erworben, er sei „der oberste Lockerer“ der Republik. Das war zunächst zwar weniger Linie als Schlingerkurs (zur Erinnerung: noch Anfang April entwarf er für NRW ein restriktives Pandemie-Gesetz, das ihm der Landtag als verfassungswidrig um die Ohren schlug). Aber mit der Zeit nahm Laschet die Rolle des „Mister Exit“ an. Auch, um sich im Wettlauf um Berlin vom Bayern Markus Söder abzusetzen.“

    Die in Hagen wieder ansteigenden Coronafälle (heute 49) führt auch das Gesundheitsamt auf die Lockerungsmaßnahmen zurück, wie Doppelwacholder und WP übereinstimmend berichten.

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