4 Diensträder für 2.500 Beschäftigte

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Oberbürgermeister Erik O. Schulz ganz begeistert

Wie fasse ich jetzt den Lenker an? Der OB fremdelt erkennbar noch mit dem Zweirad. Erik O. Schulz (li.) und Andrea Moeser (Projektteam ICo) stellen das neue Dienstpedelec für die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor. Foto: Linda Kolms/Stadt Hagen.

Die Hagener Stadtverwaltung macht – auf ihre ganz eigene Art – Ernst mit der Verkehrswende und stellt den Beschäftigten Dienstfahrräder mit Hilfsmotor zur Verfügung. Die Pedelecs befinden sich je zur Hälfte am Rathaus I und am Rathaus II. Zu jedem Fahrrad können ein Helm sowie eine Warnweste ausgeliehen werden. Außerdem steht Desinfektionsmittel zur Reinigung der entliehenen Helme bereit.

Die Pedelecs besitzen einen Elektromotor zur Unterstützung des Fahrers beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde. Der Akku hat eine Reichweite von etwa 100 Kilometern und kann an einer gewöhnlichen Steckdose aufgeladen werden. Zudem enthalten die elektrischen Fahrräder ein integriertes Faltschloss, um sie während der Termine sicher zu befestigen.

Es ist schon beeindruckend, was da das „Projektteam Internes Consulting (ICo) im Fachbereich Personal und Organisation“, das federführend in der Beschaffung und Ausleihe der Elektrofahrräder ist, auf die Beine gestellt hat. Immerhin können sich die knapp 2.500 Beschäftigten der Stadtverwaltung jetzt 4 (in Worten: vier) Räder teilen.

Kein Wunder, dass auch Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz ganz begeistert ist. „Mit den neuen Dienstpedelecs setzen wir einen weiteren Baustein aus dem Masterplan ‚Nachhaltige Mobilität‘ um und tragen zu einem sukzessiven Umstieg von motorisiertem Individualverkehr auf umweltfreundliche Alternativen wie das Fahrrad bei“, freut sich Schulz über die Anschaffung der Elektrofahrräder, die ab sofort „allen städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“ – also allen 2.500 – für Dienstfahrten in Hagen zur Verfügung stehen.

Das mit dem „weiteren Baustein“ ist auch so eine Sache – vor allem sehr überschaubar. In der Ratssitzung am kommenden Donnerstag werden die Bausteine präsentiert, in der Beschlussvorlage eingeleitet mit den Worten: „Die Aufstellung des Masterplans erfolgte mit der Zielsetzung, in Hagen eine den Personen- sowie den Güterverkehr betreffende Mobilitätswende zu initiieren.“

Als „abgeschlossen“ werden gerade einmal vier „Bausteine“ aufgeführt, darunter die Busspuren in der Körnerstraße. Was dagegen die Rückverlegung der Fernbusse zum Hauptbahnhof mit einer „Mobilitätswende“ zu tun haben soll, bleibt schleierhaft. Auch die „Fahrradmitnahme in Bussen“ wird mit „Projektstatus abgeschlossen“ markiert. Fahrräder können allerdings seit vielen Jahren mitgenommen werden, lange bevor im Rathaus überhaupt jemand an einen Masterplan Mobilität gedacht hat.

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