Krisenstab lehnt Öffnung des Theaters Hagen ab

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Kleine Veranstaltungen im LUTZ denkbar

Nachdem sich der Verwaltungsvorstand bereits am Dienstagvormittag mit Blick auf eine erhöhte Infektionsgefahr gegen eine Öffnung des Theaters Hagen (Foto: Karsten-Thilo Raab) ausgesprochen hatte, lehnte am späten Dienstagnachmittag auch der Krisenstab der Stadt Hagen ein entsprechendes Ansinnen der Theaterleitung ab.

In ihrer turnusmäßigen Sitzung setzten sich die Mitglieder des Krisenstabs unter Leitung von Oberbürgermeister Erik O. Schulz ausführlich mit dem durch die Theaterleitung vorgelegten Konzept zu einer Eröffnung in abgespeckter Form im Juni auseinander. „Der Krisenstab würdigt ausdrücklich das besondere Engagement der Theaterverantwortlichen bei der Erarbeitung dieses Konzeptes für die teilweise Wiedereröffnung, um mit seinem treuen Publikum in Kontakt zu bleiben“, so Oberbürgermeister Schulz, der zugleich betont, dass die von den Mitgliedern des Krisenstabes vorgetragenen Bedenken nicht vollständig ausgeräumt werden konnten. „Das hat letztlich zu dem einstimmigen und zugleich leider ablehnenden Votum des Krisenstabes geführt.“

Das vorgelegte Hygienekonzept erscheint nach Ansicht des Gesundheitsamtes zwar grundsätzlich schlüssig. Betont wurde im Rahmen der Krisenstabssitzung aber zugleich deutlich, dass Veranstaltungen im Theater zweifelsfrei immer ein erhöhtes Infektionsrisiko darstellen und daher erhebliche Bedenken gegen eine Wiedereröffnung bestünden – nicht zuletzt auch mit Blick auf das Durchschnittsalter der Theaterbesucher.

Das Rechtsamt stellte noch einmal klar, dass gemäß der Coronaschutzverordnung des Landes Veranstaltungen grundsätzlich verboten sind und die zuständige Behörde lediglich Ausnahmen zulassen könne. Falls nicht alle Bedenken und Zweifel ausgeräumt seien, dürfe keine Ausnahme zugelassen werden.

Der Krisenstab stellte letztlich einmütig fest, dass Bedenken zu einer Theater-Wiedereröffnung bereits aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr vorliegen. Zusätzlich wurden die feste Bestuhlung im großen Haus, die Architektur des Theaters insgesamt und die damit verbundenen geringen Abstandsflächen sowie die zu erwartende, altersmäßige Zusammensetzung der potentiellen Besucher als kritisch bewertet. Wirtschaftliche Erwägungen wurden vom Krisenstab ausdrücklich nicht gewürdigt.

Nach der gestrigen Sitzung hat der Krisenstab das Theater darüber informiert, dass einer teilweisen Wiedereröffnung des großen Hauses nicht zugestimmt werden kann. Der Stab hat jedoch angeregt, alternativ über kleine Veranstaltungen im LUTZ nachzudenken.

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