Für eine attraktive Verkehrswende in Hagen

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„Forum für Fahrrad- und Fußverkehr“ gegründet

Auch wenn das öffentliche Interesse sich im Augenblick hauptsächlich auf das Corona-Virus konzentriert, gibt es auch andere Neuigkeiten.

Seit Kurzem ist ein neuer Akteur im Ringen um nachhaltige Mobilität in Hagen vertreten. Das „Forum für Fahrrad- und Fußverkehr“ ist ein Zusammenschluss von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich für die Förderung des Fuß- und Radverkehrs in Hagen einsetzen. Neben interessierten und sachkundigen Bürgern sind auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) beteiligt.

Der Fuß- und Radverkehr wurde bisher von Verkehrsplanung und Politik weitgehend vernachlässigt und hat eine zu kleine Lobby in Hagen. Fußgänger und Radfahrende müssen sich oftmals schmale Wege teilen. An den meisten Hauptverkehrsstraßen existiert keinerlei Radinfrastruktur. Neben dem Umweltschutz und der Lebensqualität in der Stadt geht es den Forumsmitgliedern um eine attraktive Verkehrswende, hin zur stärkeren Nutzung des Umweltverbundes von Fuß, Rad und ÖPNV.

Man werde sich aktiv in die Politik in Hagen einmischen. Statt nur Kritik zu üben, möchte die Gruppe die Politik auch mit Vorschlägen und neuen Konzepten, großen wie kleinen, begeistern und überzeugen, um endlich den Mut für eine Verkehrswende zu fassen. „Hagen braucht eine Vision, wie es anders geht und einen Weg, wie man dorthin kommt“, so Tim Riemann vom Forum. Aufgrund der aktuellen Pandemie sind geplante Aktionen, wie beispielsweise eine Demonstration für eine Radspur auf dem Graf-von-Galen-Ring, leider nicht möglich.

Trotzdem will man auch in der Krise aktiv sein, da man die Gefahr sieht, dass vermehrt die Bürger vom Bus auf‘s Auto wechseln. Hier sollen unter anderem verkehrsrechtliche Änderungen, wie die Einrichtung von verkehrsberuhigten Bereichen, ins Gespräch gebracht werden, damit für Umsteiger das Zu-Fuß-Gehen und das Radfahren viel attraktiver wird.

Außerdem hat sich der Zusammenschluss als Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit für das Thema zu begeistern. „Viele Menschen würden gerne neue Wege einschlagen, vor allem mehr Fahrrad fahren, trauen sich aber noch nicht. Wir wollen sie unterstützen, wenn sie das Gefühl haben, die Infrastruktur passt noch nicht.“, sagt Katrin Heinrichs.

Grundsätzlich ist das Forum offen für alle interessierten Unterstützer und freut sich über neue Gesichter. Da das monatliche Treffen im AllerweltHaus zur Zeit nicht möglich ist, trifft man sich regelmäßig in einer Videokonferenz. Dort werden anstehende Aktionen diskutiert und neue Anregungen und Konzepte entwickelt. Alle können sich beim Forum unter der E-Mail-Adresse info@verkehrswende-hagen.de melden. Sprecher Peter Blomert sagt, „Wir sind offen für alle, die der Meinung sind, dass die bisherige Ausrichtung auf den Motorisierten Individualverkehr nicht der richtige Weg ist.“

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: https://verkehrswende-hagen.de.

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