„Affront gegen alle Kommunen im Land“

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SPD-Anfrage zur Öffnung der Schulen in der Coronakrise

Die SPD-Fraktion im Hagener Rat fordert die Verwaltung auf, über die entstandenen Schwierigkeiten bei der Aufnahme des Unterrichts am vergangenen Donnerstag zu berichten. Insbesondere sollte dabei auf die Kommunikations- und Dispositionsschwierigkeiten mit dem Land (Schulministerium) eingegangen werden.

Weiter möchte die Fraktion wissen, wie und mit welcher Unterstützung des Landes eine für den 4. Mai angekündigte erweiterte Öffnung der Schulen in Hagen vorbereitet wird.

In ihrer Begründung schreiben die Antragsteller:

„Neben vielen weiteren Bürgermeistern und Oberbürgermeistern aus NRW hat auch Hagens Oberbürgermeister Schulz die zu kurze Vorlaufzeit für die Öffnung der Schulen sowie widersprüchliche Aussagen der Landesregierung zu Hygienestandards bemängelt.

Ministerpräsident Laschet (CDU) hat die landesweiten Vorwürfe eines schlechten Krisenmanagements bezüglich der Schulen zurückgewiesen und die Kommunen für Fehler und Versäumnisse verantwortlich gemacht.

Ein Affront gegen alle Kommunen im Land, die als Schulträger die Vorbereitungen in den Schulgebäuden in Zeiten der Corona-Pandemie gestemmt haben. Der Düsseldorfer Schuldezernent und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche ließ das wie viele andere Verantwortliche in den Städten nicht auf sich sitzen und konterte: Leider gebe das Land auch jetzt bei Corona keine gute Figur ab, sondern sorge eher für Chaos, wenn teilweise alle paar Stunden Rundmails mit neuen Anweisungen herausgingen.

Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf eine erweiterte Schulöffnung ab dem 4. Mai fühlen sich nach Aussagen der Elternverbände auch die Eltern und Schüler von der Landesregierung alleine gelassen. Aus der Sicht von Städtetag, Landkreistag und Städte- und Gemeindebund gibt es noch viele offene Fragen. Zum Beispiel wie die vorprogrammierten Raumprobleme bei Anwendung der Abstandsregeln gelöst werden sollen, wenn immer mehr Kinder in die Schulen kommen.

Mit der Aussage von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP), sie stelle den Schulträgern für die weitere Öffnung der Schulen ab dem 4. Mai eine „ausreichende Vorbereitungszeit“ in Aussicht, könnte der nächste Konflikt vorprogrammiert sein. Diese Schüler, so die Ministerin, würden „frühestens ab dem 7. Mai“ in die Schulen kommen. Also bereits vier Tage nach der Öffnung.“

Siehe dazu auch hier:

Städte weisen Kritik des Landes zurück

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