Aus „Dietmar“ wird „Mopsi“

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Hasper Esel findet am Mops ein neues Zuhause

Die drei von der Krankstelle: Heinrich Beckmann, Geschäftsführer der Firma Eugen Demmler, Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser und Olaf Heinrich, Geschäftsführer des Hasper Krankenhauses. Foto: Astrid Nonn.

„Das wird den Genesungsprozess der Patienten erheblich fördern“, meint Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser, nachdem eine seiner Eselsfiguren vor dem Ev. Krankenhaus Haspe ein neues Zuhause gefunden hat. Passend zum Standort wurde das Trumm in „Mopsi“ umgetauft.

Eigentlich stand das Kitschobjekt in der Hasper Fußgängerzone. Dort wurde der Esel, im Volksmund „Dietmar“ genannt, aber stark beschädigt; offensichtlich teilen nicht alle Hasper die Geschmacksverirrungen Dietmar Thiesers und seines Umfeldes.

Heinrich Beckmann, Geschäftsführer eines Hasper Baustoffhandels, fackelte nicht lange und nahm persönlich die Restaurierung des Esels in Angriff. „Es war wirklich viel kaputt“, erzählt Beckmann. „Nach und nach habe ich nach Feierabend das gute Stück mit Glasfasergewebe wieder repariert.“

Ob es bei dem naheliegenden Verdacht, dass auch bei Thieser und seiner Hasper Bezirksvertretung „wirklich viel kaputt“ ist, es dort ebenfalls einen Versuch wert wäre, „mit Glasfasergewebe“ das Eine oder Andere zu reparieren und ob die Zeit „nach Feierabend“ dazu ausreichen würde – wer weiß das schon?

Auf der Fakebook-Seite des Lokalkompass Hagen (dahinter verbirgt sich das Funke-Reklameblatt Stadtanzeiger) hat ein Leser treffend kommentiert:

Mopsi soll Patienten, die im Mops um ihre Gesundheit und ihr Leben kämpfen, inmitten der Coronaviruspandemiekrise beglücken, womit die BV, der Hasper Kirmes- und Brauchtumsverein in Personalunion mit der Hasper SPD ihre klientelistische Symbolpolitik betreiben und damit von wesentlich wichtigeren Problemen der Hasper Bürgerinnen und Bürger in Thiesers Kiez durch PR- und Öffentlichkeitsarbeit ablenken will.

Symbolpolitik, Ablenkungsversuche, Luxusprobleme verwöhnter Bequemlichkeitsfans, Ressourcenverschwendung (die Anschaffung der Esel ist eine Missachtung des Hagener Notstandshaushaltes) und Klientelismus, um Thiesers und das lädierte Image der Hasper SPD aufzupolieren, indem ein Maskottchen des Kirmes- und Brauchtumsvereins zweckentfremdet wird.

Es wäre besser gewesen, die Hasper SPD hätte Masken, Hygiene, Desinfektionsmittel, Schutzmaterial, Medikamente, medizinisches Material an das Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe gespendet, als den Patienten eine Gelegenheit zu geben, auf dem Esel rumzureiten. Ausserdem fehlt dem Esel eine Maske, damit Symbolpolitik vollständig ist.

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