Einheitsblatt stürzt weiter ab

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Auch im 1. Quartal 2020 ging es mit der WPWR in Hagen weiter nur in eine Richtung: nach unten. Um 5,6 Prozent verringerte sich der Verkauf nach Angaben der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Noch im März hatte die Zeitung versucht, den Lesern der gedruckten Ausgabe ihr hinter einer Bezahlschranke verborgenes Online-Angebot schmackhaft zu machen. „Als Abonnent Premiuminhalte gratis lesen!“, tönte das Blatt in teils großflächigen Anzeigen und fragte: „Wussten Sie, dass für unsere Zeitungs- und E-Paper-Abonnenten diese Inhalte weiterhin gratis sind?“

Wer auf den angebotenen Link ging, stellte schnell fest, dass er erst einmal ein neues Abo abschließen sollte und fühlte sich natürlich betrogen.

Das Hauptinteresse von Lesern der Lokalblätter gilt den Ereignissen vor Ort. Für Überregionales stehen bessere Angebote zur Verfügung, seien es – bei aller Kritik auch dort – öffentlich-rechtliche Sender oder gedruckte „Qualitätsmedien“ mit bundesweiter Verbreitung. Trotzdem wird der Lokalteil der WPWR weiter geschwächt.

So hat die Hagener Lokalredaktion seit Jahresanfang eine Stelle weniger, nachdem der ehemalige Verantwortliche, Michael Koch, die Redaktion verließ und seitdem den Titel der Westfalenpost mitgestalten darf. Nachdem DOPPELWACHOLDER.DE darüber berichtet hatte, mokierte sich Koch in einem Kommentar: „Eine ganz leichte Recherche hätte die Falschmeldung verhindern können“, und verwies auf eine Anzeige in einem wie die WPWR von Funke-Medien betriebenen Stellenmarkt.

Dort wurde tatsächlich eine Stelle angeboten, aber schon die Anschrift des Arbeitsorts ließ ernste Zweifel aufkommen: Hohensyburgstraße 65-67 in HA-Bathey. Das ist die Adresse der Funke-Druckerei, nicht die des Pressehauses. Die vakante Stelle in der Lokalredaktion ist bis heute nicht besetzt – soviel zur „Falschmeldung“.

Dazu kommen die qualitativen Mängel in der Redaktion. Die aufzuzählen, würde viele Seiten füllen und vor allem viel Arbeit bedeuten. Daher nur der Hinweis auf zwei Beiträge zum bisherigen Höhepunkt des Jahres (das ja noch lange nicht rum ist):

Endstation Trash
Niveau der WPWR droht ins Bodenlose zu sinken

Tabubruch in Hagen
„Westfalenpost“ fragt Leser: Kennen Sie einen Mörder? Oder eine Frau, die sich nicht rasiert?

2 Antworten to “Einheitsblatt stürzt weiter ab”

  1. Allan Qutermain Says:

    Die Funke Medien , die Gütersloher , die Springer Gruppe, der Spiegel, G & U, etc. haben einen Antrag gestellt an die Bundesregierung gestellt.
    Sie wollen als Systemrelevant besonders in den Coronazeiten gelten und hätten gerade jetzt das Zeug Staatsknete ab zu greifen.

    Das ganze soll über den Einzugdienst des Öffentlichen Rundfunk geschehen.
    Staatspropaganda macht die Presse so wieso.
    Wehe es hat jemand eine andere Meinung, der wird nieder gemacht.

    Kleines Beispiel, es wurden uns kranke Mädels unter 5 Jahre aus den Flüchtlingslagern in Griechenland angekündigt.

    Mit herzzerreißenden Bildern.
    Es kamen junge Burschen , geboren lt. Papiere die meisten am 01.01.2003.
    Auch keine Syrer, sondern die meisten sind Afghanen.
    Einer von diesen Goldstücke hatte ein
    T-Shirt mit der Aufschrift A.C.A.B. an.

    Nebenbei kamen die wohl vorher aus einen Qutlettstore?
    Marken-Schuhe mit den Drei Streifen, den springenden Puma, Jeans von 101, usw.
    So wird man verarscht.

  2. KranichMuss Says:

    Das mit der Stellenanzeige ist erinnerlich, und falls Herr Koch wußte, daß es sich nicht um die Stubbe-Stelle handelte, war es bewußt irreführend. Es sei denn, daß dort jemand sitzt, dies aber wegen evtl. Probezeit noch nicht offiziell ist, wozu die Batheyer Adresse gleichwohl nicht paßt.
    Der Rückgang der Auflagen- u. ABO-Zahlen hat sicher verschiedene Gründe. Dazu gehört aus meiner Sicht die Handhabung des Online-Portals und insbes. der Kommentar-Funktion. Bevor dies vor nunmehr längerer Zeit renoviert wurde, gab es Kommentare und Austausch zwischern Usern. Ein im Verhältnis zu Einwohnerzahl zwar geringer Prozentsatz, der patizipieren möchte, was seit geraumer Zeit nun kaum noch und ein Austausch eher ausnahmsweise der Fall ist. Hierbei dürfte eine Rolle die Löschung von Kommentaren und auch unbefristete Sperrungen spielen. Eben auch Löschungen, die offensichtlich mit der Nichteinhaltung der Netiquette nichts zu tun hatten, sondern damit, daß die geäußerten Meinungen nicht sein durften, insbes., was Kritik an Funke-Medien selbst betrifft. Während Sperrungen naturgemäß nie offensichtlich waren, war dies bei Löschungen der Fall und seit Umgestaltung geschickterweise nicht mehr. Man kann sich aber ausrechnen, wie Leser in beiden Fällen reagieren können, wenn ihnen dies unberechtigterweise passiert. Und, selbstverständlich spricht es sich herum… . Nicht bedacht ?
    Hinzu der teilw. rüde, arrogante und manchmal geradezu perfide Umgangston bei Korrespondenzen.
    Die Funke-Leute in Essen ( oder auch Hagen ) sind nicht dumm, was den IQ betrifft. M. E., auch wenn wiederholt ( was nicht ausbleibt, wenn es sich um zentrale Punkte handelt ) ist es der mangelnde EQ ( emotionaler Quotient ), der möglicherweise irgendwann das Genick brechen könnte. Wie oft tauchte schon seit Jahren bei Kontakten die Frage auf “ geht´s noch ? „; sie scheinen es nicht zu merken, und zum. ich wüßte um keine Lösung.
    So auch bei verschiedenen Artikeln bestimmter Hagener Journalisten ( Beispiele s. o. ). Es ist sicher gut, Emotionen wahrzunehmen und zuzulassen, sie in geradezu grotesker Art und Weise zu pushen ( Stichw. überschwänglich,-dreht, schwülstig etc. ), ist etwas anderes.. .
    Im Grunde möchte vielleicht keiner den Niedergang einer Zeitung – des Monopols im lokalen Bereich ist man sich bewußt – und ( erneute ) Arbeitsplatzverluste, aber so sind die Befürchtungen da. Hr. Koch, sollten Sie mal wieder ( ? ) reinschauen, haben evtl Sie eine Idee ?

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