Schulstart: Nur geringer Bestand an Masken

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Stadt wartete vergeblich auf eine Rückmeldung der Locker-Laschet-Regierung zu den erforderlichen Hygienestandards

„Wir werden dafür sorgen, dass die Schülerinnen und Schüler, die am Donnerstag ohne einen eigenen Mund- und Nasenschutz in der Schule erscheinen, mit einer Einmalmaske versorgt werden können. Außerdem wird jede geöffnete Schule seitens der Stadt mit Handdesinfektionsmitteln ausgestattet, die vor dem Betreten der Gebäude von den Schülerinnen und Schülern zu nutzen sind.“

Mit dieser – laut Stadt „klaren“ – Botschaft der Beigeordneten für Bildung, Margarita Kaufmann, hat sich die Schulverwaltung gestern an alle Schulleiterinnen und Schulleiter jener Schulen gewandt, die ab heute ihre Türen für die Abschlussjahrgänge wieder öffnen.

So „klar“ ist die Botschaft allerdings längst nicht, denn Margarita Kaufmann bestätigt nur, sie „gehe davon aus“, dass die bisher in die Wege geleiteten Maßnahmen zu Abstandsregelungen, Mund-Nieß-Hygiene, täglicher Reinigung von Sanitäranlagen und Handkontaktflächen sowie deren Desinfektion den hygienischen Anforderungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) entsprechen.

Die Beigeordnete glaubt, „dass wir so mit großer Sorgfalt und viel Engagement gemeinsam dafür sorgen können, dass die Kinder und Jugendlichen wie auch die Lehrkräfte in den Schulen vor der Infektion mit dem Virus bestmöglich geschützt sind“. Glauben heißt aber nicht wissen. Und für etwas sorgen können bedeutet noch lange nicht, tatsächlich für etwas zu sorgen.

Margarita Kaufmann musste denn auch einräumen, „dass es sich bei den Masken nur um einen geringen Bestand handelt, der ausdrücklich nur an diejenigen Schülerinnen und Schüler ausgegeben werden soll, die tatsächlich nicht über eine eigenen Mund- und Nasenschutz verfügen.“

Auch die Regierung von Locker-Laschet war schnell dabei, als es um die Wiedereröffnung von Möbelgeschäften ging. Doch die für Mittwoch seitens der Stadt erwartete, klarstellende Rückmeldung des Landes zu den tatsächlich erforderlichen Hygienestandards in den zu öffnenden Schulen lag der Verwaltung bis zum Abend nicht vor.

Damit scheinen sich die Befürchtungen der Stadtschulpflegschaft zu bestätigen, die in einem Schreiben an den Fachbereich Bildung ausreichende Hygiene- und Schutzmaßnahmen seitens der Stadt als Schulträger in Zweifel gezogen hatte:

„Wir als Stadtschulpflegschaft fordern eine konkrete Antwort, ob Sie alle hygienischen Voraussetzungen an den Schulen umgesetzt haben, oder wie diese noch bis zum 23.04.2020 umgesetzt werden sollen.

Unabhängig von der durch Corona aktuell geprägten Situation sind die hygienischen Voraussetzungen an vielen unserer Hagener Schulen mangelhaft. Dies betrifft das sanitäre Inventar und die bisherigen Reinigungsintervalle. Beide stellen keine Sicherheit vor Infektionen jeglicher Art dar.

Wir wollen unsere Kinder in dieser beunruhigenden Zeit mit gutem Gewissen in die Schule schicken!

Wir fordern von Ihnen als Schulträger die klare Einhaltung der Hygienemaßnahmen und dass Sie uns Eltern eine positive und somit entlastende Rückmeldung geben.“

Die jetzigen Einlassungen der Schuldezernentin dürften die Stadtschulpflegschaft kaum zufrieden stellen.

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