„Spalten statt versöhnen“

by

Hagener SPD wählte neuen Vorstand

Für wie nebensächlich muss eine Partei ihren eigenen Vorstand halten, wenn sie dessen Neuwahl noch nicht einmal in angemessener Form auf ihrer Homepage bekannt gibt? So geschehen bei der Hagener SPD.

Während für jede Jubilarehrung, das Füttern von „roten Schweinchen“ und sogar Wahlen in Arbeitsgemeinschaften der Partei eine Pressemitteilung rausgehauen wird, hüllt sich die SPD bei der Vorstandswahl in Schweigen. Hält man sich selbst nicht mehr für vorzeigbar?

Ein Beobachter des Parteitags, der nicht genannt werden möchte, hat sich dazu so seine eigenen Gedanken gemacht:

Das auf einem (Wahl)Parteitag nur 84% der eingeladenen Delegierten anwesend waren, sollte dem neu gewählten Unterbezirksvorstand zu denken geben. Die zwar fristgerechte Einladung zu dem jedoch im Vorfeld kaum angekündigten Parteitag, sowie die frühe Uhrzeit (9:00 Uhr, an einem Samstag, Arbeitnehmer freundlich ist etwas anderes) werden bestimmt Gründe haben. Aber nicht nur.

So wurde der Vorsitzende von nur 64,8% der eingeladen Delegierten gewählt. Auch das sollte dem neuen Unterbezirksvorstand zu denken geben. Den Kurs, den der Unterbezirksvorsitzende vorgibt „Spalten statt versöhnen“ ist nicht nur gescheitert, sondern schadet der Partei. So heißt in der Politik, die Leute stimmen mit den Füßen ab, zumal es bei allen Positionen KEINE Gegenkandidaten gab.

So wurde Schisanowski im Jahr 2016 nicht müde, immer wieder von einem Neuanfang zu sprechen. In der SPD Hagen sieht und spürt man diesen Neuanfang nicht. Unter anderem setzte sich Schisanowski öffentlich dafür ein, den Bundesparteivorsitzenden per Mitgliederentscheid wählen zu lassen. Wer nun gedacht hat, Schisanowski schlägt diesen Weg auch für die SPD Hagen vor, wurde mal wieder enttäuscht.

Schaut man sich die Mitglieder vom Unterbezirksvorstand an, fällt deutlich auf, dass im geschäftsführenden Unterbezirksvorstand keiner im Juso-Alter ist. So ist im gesamten Unterbezirksvorstand kein Mitglied vom Juso-Vorstand. Die gewählten Genossinnen und Genossen im Juso-Alter waren in den letzten beiden Jahren selten bis gar nicht bei Juso-Veranstaltungen gesehen wurden. Eine Verzahnung zur Parteijugend sieht bestimmt anders aus.

Über den Zeitpunkt des Parteitages kann sich der Beobachter nur wundern. Anstatt nach der Kommunalwahl sich der Partei zu stellen, wurden die Wahlen bereits jetzt schnell durchgezogen. Aber wahrscheinlich wird auch nach der Kommunalwahl 2020  keine Wahlanalyse seitens der SPD Hagen durchgeführt.  Bei den letzten Wahlen (Europa, Bund und Land) hat die SPD Hagen auf eine Analyse großzügig verzichtet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: