WPWR: Auflagenrückgang setzt sich fort

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Hagener Lokalredaktion wurde verkleinert

Erwartungsgemäß hat sich der Rückgang der heimischen WPWR-Auflage auch im 4. Quartal 2019 fortgesetzt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal ging die Zahl der verkauften Exemplare pro Tag im Schnitt um 5,26 Prozent zurück. Das meldet die IVW – Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern.

Der Verlust von mehr als 1.500 gedruckten Exemplaren konnte auch durch einen leichten Zugewinn bei den ePapers in Höhe von gut 200 nicht wettgemacht werden. Reichlich skurril mutet da die Behauptung des neuen Leiters der Hagener Lokalredaktion Jens Stubbe an, das Blatt erreiche heute weit mehr Leser an als 1993 – das Jahr, in dem er seine Laufbahn bei der WP begann.

Die Mediaunterlagen des Verlags (Preisliste Nr. 20) geben für das 2. Quartal 1993 für den heute als Einheit ausgewiesenen Bereich Hagen/Hohenlimburg/Herdecke/Wetter eine tägliche verkaufte Auflage von über 66.000 Exemplaren an – aktuell sind es gerade einmal 27.279. Darin ist die digitale Ausgabe (ePaper) bereits enthalten. Verlässliche Angaben zum Internet sind für die örtliche Ebene nicht greifbar, allerdings auch nicht maßgeblich, da fast alle Artikel hinter einer Bezahlschranke (WPplus etc.) verborgen sind. Die Anzahl der hier abgeschlossenen Abos ist ebenfalls unbekannt.

Mit dem Wechsel der Leitung des Hagener Lokalteils wurde die Redaktion gleichzeitig verkleinert. Nachdem Jens Stubbe die Nachfolge des in die Titelredaktion des Mantelteils aufgerückten ehemaligen Lokalchefs Michael Koch angetreten hat, wurde dessen frühere Position nicht nachbesetzt.

6 Antworten to “WPWR: Auflagenrückgang setzt sich fort”

  1. hansimäuschen Says:

    Während einer Erledigung im P(F)ressehaus vor wenigen Tagen war ich bei einem zufälligen Kurzgespräch * ( kein Journalist ) überrascht.
    Unter Hinweis auf schon lange sinkende Auflagen- u. ABO-Zahlen, den überproportionalen online-/Zusatzbezahl-Bereich, auch den Umgang mit Lesern ( die ja an und für sich Kunden sind ) sowie auf die Frage, ob es evtl. sein könne, daß die gedruckte Zeitung an die Wand gefahren solle, erhielt ich keine etwa empörte Antwort. Sondern hörte es sich eher so an, daß man letzteres auf Sicht nicht ausschließen könne ( und die Stelle Stubbe angeblich mit Verzögerung übrigens neubesetzt würde.. ).
    Darf man also gespannt sein.

    * deshalb, weil der, durchaus zuvorkommende, Gesprächspartner offensichtlich in der Abteilung Homo oeconomicus beschäftigt bzw. offenbar überlastet ist, was beides ein Gespräch naturgemäß beschränkt und überhaupt ein reiner IQ ohne EQ nichts gutes erwarten läßt ( so, wie es noch nie der Fall war.. ).

  2. Michael Koch Says:

    Eine ganz leichte Recherche hätte die Falschmeldung verhindern können. https://ruhrgebietjobs.de/jobs/redakteur-online-und-print-hagen?jobid=1256548

    Grüße M. Koch

    • ws Says:

      Der aktuelle Stand ist, dass das Impressum des Hagener Lokalteils einen Redakteur weniger ausweist. Von „Falschmeldung“ kann also keine Rede sein. Interessant ist der in der Stellenausschreibung angegebene Arbeitsort: Hohensyburgstraße 65-67, 58099 Hagen. Soll das schon heute von der WPWR nur noch teilgenutzte Pressehaus perspektivisch ganz aufgegeben werden?

      Ebenfalls aufschlussreich: Die Berufskategorie. Verlangt wird lediglich ein Lehrabschluss in Marketing, Werbung, Gestaltung, Public Relations, Medien. Erst als Anhängsel folgen: Redakteur, Journalist.

  3. hansimäuschen Says:

    Immerhin zeigt sich zunehmendes Interesse am DW. Warum nicht ?

    “ Send in the clowns „

  4. Jürgen Dute Says:

    Herrn Stubbe zum Lokalchef zu ernennen ist ein schlechter Witz. Aber es passt zur Einheitszeitung. Das Wort Journalismus hat Herr Stubbe wohl irgendwann Mal gehört. Aber zum Journalismus gehört mehr als heiße Eisen fallen zu lassen! Schade, was aus der WP geworden ist. Es zeigt sich zunehmend, den lokalen Redakteuren ist das Hemd nährt als die Hose. Nur noch „DUMM“ kauft dieses Einheitsblatt. Aber einen sichereren Arbeitplatz gibt es nicht. Auch wenn die Auflagen in den Keller rutschen, die sogenannten Journalisten sind abgesichert! Bitter, aber wahr.

    • hansimäuschen Says:

      Oh jeh, wenn das der liebe Michael K. noch erleben könnte. Doch – wie der ebenso liebe Erik O. – äußert er sich ja eh, eminenzbasiert, verhältnismäßig selten und lieber nicht inhaltlich.
      Und jetzt muß er es auch noch bereuen

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