Interdisziplinäre Tagung zur Politischen Psychologie

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Wie entwickeln sich Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus? Warum protestieren Menschen? Diese Fragen diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am 17. und 18. Januar an der FernUni

Es geht um die Strukturen von Macht und Herrschaft – und wie sich die Einzelnen darin bewegen und verhalten. Wie entwickeln sich Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus? Was motiviert Menschen dazu, zu protestieren? Warum passen andere sich an Herrschaftssysteme an? Das sind Fragen, mit denen sich die Politische Psychologie auseinandersetzt; sie ist auch in Deutschland ein wachsender Forschungsbereich.

Das Interesse an der Psychologie politischen Verhaltens zieht sich dabei durch verschiedene Disziplinen. „Inzwischen ist zwar die Zahl der fachübergreifenden Publikationen gestiegen, aber es gibt zwischen den Forscherinnen und Forschern selbst wenig Austausch“, findet die Politikwissenschaftlerin Dr. Jolanda van der Noll, die als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrgebiet Community Psychology an der FernUniversität arbeitet.

Um gegen diesen für wissenschaftliches Arbeiten „unbefriedigenden Zustand“ anzugehen, organisiert sie gemeinsam mit Jun.-Prof. Dr. Kathrin Ackermann (Politikwissenschaften, Universität Heidelberg), Monika Verbalyte (Soziologie, FU Berlin) und Prof. Dr. Frank Asbrock (Sozialpsychologie, Technische Universität Chemnitz) am 17. und 18. Januar 2020 an der FernUniversität eine interdisziplinäre Tagung der politischen Psychologie in Deutschland. „Mit dieser Tagung möchten wir den Dialog zwischen verschiedenen Fachdisziplinen fördern und einen Beitrag zu einem wachsenden regionalen Netzwerk leisten“, sagt Van der Noll.

In ihrem Impulsvortrag „Quo vadis Politische Psychologie?“ wird Michaela Maier, Professorin für angewandte Kommunikationspsychologie an der Universität Koblenz-Landau, über die aktuelle Herausforderungen und Schwerpunkte der Forschung in Deutschland referieren. Thorsten Faas, Professor für politische Soziologie an der Freien Universität Berlin, spricht über „Wahlen und Politische Psychologie“.

Neben diesen beiden Impulsvorträgen werden rund 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Karrierestufen Forschungsprojekte in unterschiedlichen Phasen vorstellen: von der Idee über laufende Projekte bis hin zu abgeschlossenen Studien.

An der Tagung können alle Interessierten der FernUniversität teilnehmen. Darüber hinaus ist der Dinner-Talk „Quo vadis Political Psychology? Current Topics and Challenges for Research in Germany“ von Prof. Dr. Michaela Maier am Freitagabend sowie der Lunch-Talk über „Wahlen und Politische Psychologie“ von Prof. Dr. Thorsten Faas am Samstagmittag für die Öffentlichkeit zugänglich.

Programmheft (pdf)

Quelle: FernUni

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