VW vor Erfolg im Zulieferer-Streit

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Richter wirft Prevent-Tochter TWB Erpressermethoden vor

Der Streit zwischen VW und Prevent hat dem Zulieferer TWB schwer zugesetzt. Die Firma fordert Schadensersatz – kann aber wohl maximal auf einen Teilerfolg hoffen. (…)

TWB fertigte für VW und diverse Tochtermarken wie Audi und Seat Sitzschalen für zahlreiche Modelle, zwischenzeitlich sogar mehr als zwei Millionen pro Jahr. Der Vorsitzende Richter Jürgen Kühnen warf TWB mit Blick auf die damalige Abhängigkeit Volkswagens vor, die Wehrlosigkeit der Wolfsburger ausgenutzt und „mit Mitteln der Erpressung“ versucht zu haben, eine 25-prozentige Preiserhöhung durchzusetzen. Die außerordentliche Kündigung durch die Volkswagen AG sei deshalb rechtens.

Weil Audi aber anders als VW nur ordentlich und nicht außerordentlich kündigte, sei das Vorgehen der Konzerntochter unwirksam. Denn eine solche Möglichkeit zur einseitigen Beendigung der Lieferbeziehung sei in dem Vertrag mit TWB nicht vorgesehen gewesen. Deshalb kann der Zulieferer zumindest in diesem Fall auf Schadensersatzzahlung hoffen. Den gesamten Streitwert beziffert das Gericht mit zwölf Millionen Euro. (…)

Quelle: Handelsblatt

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