Die ostdeutsche Zeitenwende als biographischer Umbruch

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Das Beispiel des Obertrikotagen-Betriebs VEB „Ernst Lück“ und seiner Mitarbeiterinnen

06.11.2019, 17:00 Uhr, Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9
Veranstalter: Institut für Geschichte und Biographie der FernUniversität und Kulturhaus Lüdenscheid

Edith Dahlke (Zeitzeugin) im Gespräch mit den Historikern Angelika Wolf und Arthur Schlegelmilch (FernUniversität in Hagen)

„Wittstock verändert sich“ lautete die Devise, als im Jahre 1973 der erste Film über die Frauen des neu entstehenden Obertrikotagenbetriebes „Ernst Lück“ in der kleinen Stadt Wittstock im nördlichen Brandenburg gedreht wurde. Sechs weitere sollten in den nächsten 25 Jahren folgen. Drei Frauen standen dabei stellvertretend für alle im Betrieb Beschäftigten: Edith, Elsbeth und Renate. Sie erlebten den Aufbau und auch den Niedergang ihres Betriebes, der einmal die große Hoffnung einer strukturschwachen Region war, am Ende aber als unwirtschaftlich und nicht mehr zeitgemäß abgewickelt wurde.

Für die betroffenen Frauen bedeutete dies nicht nur den Verlust des Arbeitsplatzes, sondern auch gravierende Einschnitte im sozialen und persönlichen Umfeld. Wenn sie nicht zu den Verliererinnen der „Wende“ gehören wollten, sahen sie sich gezwungen, ihr bisheriges Leben auf den Prüfstand zu stellen und nach neuen Lebensperspektiven Ausschau zu halten. Eine dieser Frauen ist Edith Dahlke, die den OTB nach zwanzigjähriger Tätigkeit im Jahr 1990 als Obermeisterin und Schichtleiterin verließ.

Der Eintritt ist frei.

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