„…wie im Mittelalter!“

by

Gewaltkonzeptionen zwischen Vormoderne und Gegenwart

10.10.2019, 18:15 Uhr (bis 19.45 Uhr)
Seminargebäude (Gebäude 2) der FernUniversität, Universitätsstr. 33., 58097 Hagen, Räume 1 bis 3

Das vielbeschworene Bild vom „finsteren Mittelalter“ ist nicht zuletzt mit der Vorstellung verknüpft, dass diese Epoche von exzessiver Gewaltausübung geprägt war, seien es durch Kriege, Hinrichtungen oder Fälle alltäglicher Kriminalität. Das derart als gewalttätig imaginierte Mittelalter übt dabei auf moderne Beobachter eine ambivalente Faszination aus: Es erscheint uns einerseits als Zeit durchsetzungsstarker Helden und andererseits als Ära einer blutigen Herrschaft des Stärkeren. Gerade beim Nachdenken über historische Gewalttaten übertragen wir dabei – beinahe unabdingbar – moderne Wertmaßstäbe, so dass mancher Held als tapfer und mutig erscheint, eine obrigkeitliche Hinrichtung jedoch als grausam.

Ausgehend von mittelalterlichen Fallbeispielen und ihrer modernen Rezeption möchte der Vortrag aufzeigen, welche Möglichkeiten historischer Gewaltforschung es heute gibt und wo möglicherweise die Vor- und Nachteile einzelner Zugänge liegen. Dabei wird auch danach gefragt, ob und wie sich abstrakte Konzepte wie „Gewalt“ oder moralische Wertungen wie „Grausamkeit“ überhaupt historisieren lassen.

Zu der Veranstaltung sind externe Interessierte willkommen.

Veranstalter: Historisches Institut der FernUniversität
Referent: Dr. Christoph Mauntel

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: