Ein Hagener Anachronismus

by

Rundgang durch Wehringhausen

Lange Straße in Wehringhausen. Foto: Dieter Faßdorf.

Während die GWG mit einem Freifahrtschein des Stadtrats gerade einen ganzen Gründerzeitblock dem Erdboden gleichmacht, lädt die Volkshochschule der Stadt zu einem Rundgang durch Wehringhausen mit Dr. Elisabeth May zur „abwechslungsreichen Architektur um 1900“ ein.

Treffpunkt ist am Mittwoch, 9. Oktober, 16 Uhr vor der Springmann-Villa, Christian-Rohlfs-Straße 49.

Zutreffend erklärt die VHS: Die topografischen Gegebenheiten des Stadtteils Wehringhausen finden eine städtebauliche Entsprechung in dem gesellschaftlich-hierarchischen Aufbau des Wohnviertels. Oben, an den Stadtgarten grenzend, entstand ein exponiertes Baugebiet nach den Gründerjahren. Im Buschey-Viertel zeugen prächtige Villen von einer glanzvollen Zeit.

Die Beamtenwohnhäuser im mittleren Bereich des Viertels sind ebenso ansehnlich wie die weiter bergab gelegenen Arbeiterwohnhäuser mit den ansprechenden Fassadengestaltungen, von denen aktuell gleich ein ganzes Karree trotz begründeter Bürgerproteste vernichtet wird.

Während die VHS verdienstvollerweise immer wieder auf die wenigen Highlights der Stadt aufmerksam macht, sorgen die berüchtigten Hagener Seilschaften aus Politik, Verwaltung, Unternehmen und Monopolpresse für irreversible Tatsachen. Angesichts der steigenden Beliebtheit gründerzeitlicher Viertel, die in anderen Städten gehegt und gepflegt werden, ein Anachronismus.

Die Teilnahmegebühr von 6 Euro wird vor Ort in bar kassiert. Anmeldungen nimmt das Team der VHS unter Angabe der Veranstaltungsnummer 1084 unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung entgegen.

Eine Antwort to “Ein Hagener Anachronismus”

  1. hansimäuschen Says:

    Der auch für die VHS arbeitende Wochenkurier-Ex-Chefredakteur und ( Kunst ? -) Historiker Eckhoff ließ im braven Funke-Blättchen Stadtanzeiger, für das er offenbar ebenfalls arbeitet, die “ Ein – schätzung, daß die Blockbebauung “ wahrlich “ nichts mit Reformen zu tun habe, sondern… “ unkommentiert..
    Eine Anfrage, ob man sich bei dieser Meinung denn zum. mit dem Gutachten von Prof. Sonne beschäftigt habe, blieb unbe (-ver ) antwortet.
    Wär daher schon interessant, wie verdienstvoll sich andere VHS-Mitarbeiter bei historischen Rundgängen zu Anachronismen stellen oder ob selbst da gehorsames totschweigen geht ?
    Prächtige Villen und Beamtenwohnhäuser, in denen man in einer “ glanzvollen Zeit “ genauso hilflos auf´m Klo saß – bzw. daneben pißte – ( oder es auch jetzt noch tut ) reichen einfach nicht. Da besteht doch Übereinstimmung, gelle ?
    Immer wieder “ interessant “ auch die Verquickungen / -cliquengen im Städtl´e..

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: