Was den Neid in Krisenregionen schürt

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Die Kommune drückt ein Schuldenberg, Einwohner ziehen weg und dann verlagert ein Unternehmen die Produktion nach Ostdeutschland. Manche Stadt im Ruhrgebiet fühlt sich auch benachteiligt: das Beispiel Hagen.

Natürlich bringe es gar nichts, Regionen gegeneinander auszuspielen, sagt Klaus Kaiser, Sozialarbeiter aus Hagen. „Aber wenn Firmen aus unserer Gegend im Osten subventionsgestützt expandieren, und gleichzeitig hier Stellen abbauen, dann schürt das natürlich Neid und Missgunst.“ (…)

Als besonders schmerzhaft wird in Hagen bis heute die mit Steuergeld unterstützte Produktionsverlagerung des alteingesessenen Zwiebackfabrikanten Brandt ins thüringische Ohrdruf im Jahr 2002 empfunden. Rund 500 Stellen gingen verloren; heute beschäftigt die Hagener Firmenzentrale noch 65 Mitarbeiter. Klaus Kaiser nennt solche politischen Entscheidungen „problematisch“ – und mit der Einschätzung ist er nicht allein. (…)

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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