Wir basteln uns ein Paralleluniversum

by

Grüne gründen noch einen Ortsverband in Hohenlimburg

Vor 15 Monaten gründeten Parteimitglieder der Hagener Grünen einen Ortsverband in Hohenlimburg. Jetzt wurde noch einer aus der Taufe gehoben. Das wirft Fragen auf.

Nach Ansicht der Mehrheit im Hagener Kreisvorstand seien Gründung und Vorstandswahl in Hohenlimburg nicht korrekt abgelaufen. Das erscheint reichlich vorgeschoben, denn für eine Klärung solcher Differenzen verfügen Parteien über entsprechende Gremien, nämlich die Schiedskommissionen. Eine solche wurde aber offenbar auch nach 15 Monaten nicht angerufen.

Stattdessen wurde einfach ein neuer Ortsverband gegründet. „Wir wollen mit grünem Engagement sichtbar werden, und nicht durch Querelen gleich welcher Art“, ließ sich dazu die neue Sprecherin Sabine Behle in einer Pressemitteilung vernehmen. Behle war schon Gründungsmitglied des ersten Hohenlimburger Ortsvereins und tanzt jetzt praktisch auf zwei Hochzeiten; denn die ursprüngliche Gliederung gilt keineswegs als aufgelöst.

Das bestätigt (wohl ungewollt) auch Behle: „Wir haben in den vergangenen Monaten bereits viele Ideen und Ansätze für grüne Aktivitäten in Hohenlimburg gesammelt.“ Obwohl in der Mitteilung ja die Rede von „Neugründung“ ist.

Politik scheint auch nicht gerade zu Behles Leidenschaften zu gehören. In der Favoritenliste ihrer Fakebook-Seite finden sich keine relevanten Links, stattdessen Trash-TV wie „Promi-Big-Brother“ und eine Vielzahl von Seiten des Kalibers „Hundeboxen, Hundesport und Hundeanhänger“, „Glück für Pfoten“ etc.

Einiges spricht dafür, dass die Hohenlimburger Farce aus dem Umfeld der „grünen“ Ratsfraktion orchestriert wurde. Denn Behle arbeitet dort im Fraktionsbüro. Arbeitsverträge auf solchen Positionen sind in der Regel bis zum Ende der Wahlperiode befristet; in diesem Fall also noch etwa ein Jahr. Wer will schon als abhängig Beschäftigter seinen Arbeitsplatz riskieren?

2 Antworten to “Wir basteln uns ein Paralleluniversum”

  1. Andreas Tietz Says:

    Liebe Verfasser! Abgesehen davon, das ich es unterirdisch finde, wie hier engagierte Menschen diskreditiert werden (Bildzeitungsniveau!), so unterschlagen Sie leider auch wesentliche Fakten, vermutlich weil sie unbequem sind. Es gab mehrere Anläufe, die Situation einvernehmlich zu klären, und jedesmal haben sich gewisse Akteure der Diskussion verweigert und sind nicht zu Mitgliederversammlungen erschienen. Es ist klar belegbar (dazu braucht es keine Schiedskommission), dass die Verbandsgründung im Mai 2018 nicht den Anforderungen entsprach, wie sie in den Statuten der Partei ausgewiesen sind. Niemand wirft den damaligen Gründern eine böse Absicht vor, und auch die folgende Arbeit im OV war, soweit ich das beurteilen kann, fruchtbar. Versuche des Kreisverbandes, die unsichere rechtliche Situation in Hohenlimburg geräuschlos zu „heilen“, wurden jedoch von gewissen Personen als „Intrige“ betrachtet, und statt sich um eine Lösung zu bemühen, verbreitet man lieber Verschwörungstheorien und wirft mit Schlamm um sich. Sie, lieber Verfasser, beteiligen sich daran ebenfalls. Eine Gegenmeinung, wie es gute journalistische Arbeitsweise und Darstellung verlangt, haben Sie jedenfalls nicht eingeholt.

  2. hansimäuschen Says:

    Ja, sieht ganz danach aus, daß der Ortsverband gesteuert plattgemacht werden sollte. Die Grünen-Frau mit Kürzel APK ( deren Anblick im WR-Bild das Blut in den Adern geradezu gefrieren lassen könnte, aber, o.k., Geschmackssache ) hatte lt. DW-Vorartikel wohl recht ( “ b. z. Sommer “ ), wußte einfach mehr.. .
    Ist ein Orts-Verband, der den Statuten entspricht, vielleicht ein solcher, der zur Verfügung steht, um ihn bei einer Verletzung aufzulegen ? Und man hat erst dann bemerkt, daß daß es deren mehrere gibt und ein Verband gar nicht reicht ?
    Ist es Grünen-Masche, in den Sack zu hauen bzw. nonstop in diese/n zu treten ( soweit vorhanden, während Frau, die, sich köstlich amüsierend, oft genug dahinter steckt, aber durchaus das ihre hat ) ?
    Folgerichtig dann einer der angekündigten grünen Einfälle – aber lt. WR noch nicht spruchreif bzw. konkretisierbar – fröhliches Sackhüpfen und Eierlaufen im Grünen ?
    Vielleicht könnte man aus der notorischen Grünen-Posse ein Schauspiel entwickeln und es kostengünstig dem Kulturbüro f. d. Muschelsalat 2020 anbieten, so daß die Hagener Gemeinheit wenigstens insoweit etwas von den Grünen hätte.
    Traurig nur, wenn das alles ernsthafte Verletzungen und Gesundheit kostet und…, einen weiteren Verband

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: