Der Zauber des alten Damaskus am Hohenhof

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Auf dem Gelände des Hohenhofes präsentiert sich eine Multimediainstallation, die auch die Fassade des Gebäudes einbezieht. Foto: John McGeoch.

Der Zauber des alten Damaskus in Hagen – dafür sorgen John McGeoch und Maren Lueg mit einer Multimediainstallation am Mittwoch, 28. August, um 19.30 Uhr am Hohenhof in Emst. Die Veranstaltung bildet den Abschluss des diesjährigen Muschelsalats, für den auch diesmal gilt: „mittwochs, umsonst und draußen“.

Im Mittelpunkt der Eigenproduktion steht das sogenannte „Damaskuszimmer“, eine der prachtvollsten Errungenschaften von Karl Ernst Osthaus. Es besteht aus einer aufwendig mit Blattmetallen verzierten sowie bemalten Wand- und Deckenvertäfelung und diente bis 1899 als Empfangsraum in einem noblen Wohnhaus in Damaskus. Dieses Schmuckstück aus der historischen Altstadt von Damaskus erwarb Karl Ernst Osthaus für seine Sammlung in Hagen.

Er hatte im Sammeleifer jedoch übersehen, dass die Räumlichkeiten in seinem Privatmuseum nicht ausreichten, um dieses Zimmer mit seiner stattlichen Raumhöhe von 5,40 Metern auszustellen. Es blieb stattdessen verpackt, kam als Schenkung 1930 nach Dresden und sollte Teil der im Aufbau befindlichen Orientabteilung des Völkerkundemuseums Dresden werden. Erst 1997 wurde das Zimmer in den Dresdener Kunstsammlungen wiederentdeckt. Es ist ein Symbol der syrischen Hochkultur, die durch die schrecklichen Ereignisse der vergangenen Jahre in Damaskus bei vielen Menschen in Vergessenheit geraten ist.

Auf dem Außengelände des Hohenhofes präsentiert sich eine Multimediainstallation, die sowohl den Park als auch die Fassade des Gebäudes einbezieht. Zahlreiche Akteure und Musiker, wie zum Beispiel das „East to West Pacem Orchestra“, ein syrischer Tänzer und Schauspieler unter der Leitung von Anja Schöne vom Kinder- und Jugendtheater lutzhagen verwandeln den Hohenhof in eine faszinierende Welt. Sie lassen den Zauber des alten Damaskus erahnen, der schon Karl Ernst Osthaus inspiriert hat. Mit dieser besonderen Veranstaltung ist der Muschelsalat in diesem Jahr Kooperationspartner des Bauhaus-Verbundes.

Das Kulturbüro der Stadt Hagen bittet um Verständnis, wenn der Zugang zum Gelände des Hohenhofes bei der Veranstaltung zeitweise eingeschränkt ist. Aufgrund von Sicherheitsauflagen ist die zugelassene Besucherzahl auf dem eingezäunten Gelände begrenzt.

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