Politik – nur von privaten Interessen gesteuert

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Abrisspläne: Initiativkreis Wehringhausen wendet sich an die Ratsfraktionen

Die Wehringhauser, die sich gegen einen Abriss des sogenannten Block 1 wehren, befürchten, dass der Eigentümer aufgrund des ihm von der Stadt ausgestellten Freibriefs Fakten schafft und das Wohnquartier dem Erdboden gleichmacht.

In einem Brief an die im Hagener Stadtrat vertretenen Fraktionen machen die Wehringhauser deutlich, dass eine – bislang abgelehnte – Bürgerbeteiligung im Rahmen der Förderkulisse „Soziale Stadt“ zwingend erforderlich sei. Daher drängt die Initiative darauf, die Abbruchgenehmigung bis zu einer Entscheidung über die weitere Planung auszusetzten.

Durch einen Abbruch vor Abschluss des angestrengten Petitionsverfahrens würde deutlich, dass in Hagen von Seiten der Ratsmehrheit und des OBs kein Interesse an der Einbeziehung der Vorschläge der Bürger und der Zivilgesellschaft bestehe.

Der Erfolg der kommunalen Demokratie sei entscheidend auf die Beteiligung der Zivilgesellschaft angewiesen. Durch ein solches Verhalten werde das Vertrauen gestört und anderen Beteiligungsprozessen, wie z.B. beim ISEK-Prozess, die Grundlage entzogen.

Die Auswirkung dieser Art der Politik, die nur von privaten Interessen gesteuert werde, würde – wie schon bei den letzten Wahlen – nachhaltige Auswirkungen haben. Dies sollten die Ratsmitglieder bei ihren politischen Entscheidungen berücksichtigen.

Eine Antwort to “Politik – nur von privaten Interessen gesteuert”

  1. hansimäuschen Says:

    Natürlich ist es – gerade im Hinblick auf ISEK – wichtig, Bürgerbeteiligung per Lippenbekenntnissen eine Absage zu erteilen und ihre Ernsthaftigkeit einzufordern, aber es geht schon auch um die Sache selbst.
    Wenn in WP/WR vor wenigen Tagen Ex-Stadtbaurat Dieckmann im Hinblick auf Grundschule statt Supermarkt mit “ Diese Kombination eröffnet die planerische Möglichkeit, beide öffentlichen Nutzungen intelligent miteinander zu verbinden… “ zitiert wird oder von Erhalt eines Teils des Wohnblocks ( sprich Teilabriß ) die Rede ist, ist das etwas anderes, als die Petition von “ BlockisBeautiful “ besagt..
    Diese richtet sich gegen den Abriß und tritt für den Erhalt des Reformwohnblocks ( also insgesamt ) ein, was u. a. auf dem Gutachten von Prof. Sonne basiert.
    Es sollte nicht im Vordergrund stehen, daß sich bestimmte Personen Gehör verschaffen können, um ihre Eitelkeiten zu befriedigen – das wären dann auch private Ineressen ( der anderen Art ) – , sondern um die angeführten städtebaulichen Aspekte und den identitätsstiftenden Wert der historischen Blockarchitektur ( s. DW zuvor ). Bei Schule/Kita geht es um Alternativen und nicht um versuchte Raffinessen gewisser Protagonisten in Rat, Verwaltung, GWG und vielleicht auch…… darüber hinaus..

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