Interdisziplinäres Symposium zur Lage Europas

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Das Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften befasste sich mit den Herausforderungen für die EU angesichts der Ergebnisse der Europawahl

Zu Gast war auch FernUni-Professor Peter Brandt (re.), von 2003 bis 2017 Direktor, seitdem Ehrendirektor des DTIEV. Foto: FernUni.

Im Mai 2019 wurden die politischen Weichen in der EU neu gestellt: Mit der Wahl des Europäischen Parlaments haben sich gewohnte Machtverhältnisse geändert, bestehende Gräben vertieft und neue Konfliktfelder aufgetan. Um eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme und Interpretation der Wahlergebnisse ging es bei einem Symposium an der FernUniversität in Hagen, ausgerichtet vom Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften (DTIEV). An zwei Tagen suchten Expertinnen und Experten aus Forschung, Politik und Wirtschaft den Austausch, diskutierten und zogen Bilanz zur übergeordneten Frage: „Europa bedroht von innen und von außen?“

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Jürgen Nagel, Dekan der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, richtete sich Prof. Dr. Schiffauer an die Gäste. Der stellvertretende Direktor des DTIEV unterstrich die Brisanz der aktuellen Lage: „Im globalen ökonomischen Wettbewerb – insbesondere mit den Vereinigten Staaten und mit China – zeichnen sich neue Formen der Auseinandersetzung ab, in denen die europäischen Volkswirtschaften keineswegs sicher sein können, sich zu behaupten.“ Zudem generierten der Klimawandel und seine Folgen unwägbare Risiken. „Europa ist weit davon entfernt, solchen Gefahren geschlossen entgegentreten zu können.“

Rund ein Drittel der Wählerstimmen seien zudem für Parteien abgegeben worden, die die Grundordnung der EU ablehnen; viele Wählerinnen und Wähler seien von Europa enttäuscht. Mit Blick auf die politische Zukunft der EU betonte Prof. Schiffauer deshalb: „Die Frage, der dieses Symposium nachgehen soll, ist nicht, ob es wünschenswert ist, den europäischen Einigungsprozess fortzusetzen.“ Vielmehr sei darüber zu diskutieren, was sich ändern müsse, damit Europa sozial, sicher und wirtschaftlich gesund fortbestehen kann.

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