Hagen erhält Förderzuschlag als Globale Nachhaltige Kommune

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Hitzesommer, Dürre, Artensterben – die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen aktuell überall auf der Tagesordnung. Doch nicht nur global, auch auf lokaler Ebene muss gehandelt werden. Insofern ist es sehr erfreulich, dass die Stadt Hagen eine Zusage für das von Bund und Land NRW geförderte Projekt „Globale Nachhaltige Kommune“ (GNK) erhalten hat, um bis zum März 2021 ihre Nachhaltigkeitsstrategie aufzustellen.

Grundlage für die Bewerbung ist ein Ratsbeschluss vom 14. Dezember 2017. Aufgrund der schon vorhandenen Vorarbeiten und der vielfältig beschlossenen politischen Absichtserklärungen unter anderem zum Klima- und Artenschutz, nachhaltigen Mobilität und integrierten Stadtentwicklung wurde Hagen nach einem strengen Auswahlverfahren aus einem Bewerberfeld von insgesamt 29 Kommunen ausgewählt.

Neben Hagen bekamen noch die Städte Bielefeld, Detmold, Dormagen, Essen, Haan, Herne, Hörstel, Kalletal, Leverkusen, Lüdenscheid, Neukirchen-Vluyn und Witten sowie die Kreise Siegen-Wittgenstein und Euskirchen den Förderzuschlag. Hagens Umweltdezernent Thomas Huyeng freut sich, dass Hagen damit zur Pilotstadt nicht nur in NRW, sondern in der Bundesrepublik geworden ist, denn in anderen Bundesländern gibt es das Programm noch nicht.

So will Nordrhein-Westfalen seine Vorreiterrolle beim Thema Nachhaltigkeit weiter stärken. Deshalb hatte es sich auch Ministerpräsident Armin Laschet nicht nehmen lassen, im Rahmen einer Auftaktveranstaltung in Düsseldorf die neuen Nachhaltigkeitskommunen seines Landes persönlich zu begrüßen. „Wir müssen zeigen, dass wir in einem Industrieland Arbeitsplätze erhalten können und dabei trotzdem nachhaltig sein und die Klimaschutzziele einhalten können“, sagte er zu den anwesenden Kommunen. Neben ihm gab auch Umweltministerin Ursula Heinen-Esser ihre Zielvorstellung bekannt: „Mit dem Projekt ‚Global Nachhaltige Kommune NRW‘ wird der Gedanke der Nachhaltigkeit in viele Kommunen getragen und dort konkret gelebt.“

Unterstützt wird die Landesregierung dabei von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) und der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG 21 NW), die die ambitionierten Kommunen auf dem Weg in die strategische Ausrichtung ihrer nachhaltigen Stadtentwicklung begleiten. Dabei reichen die Handlungsfelder über den Umwelt- und Klimaschutz, die Mobilitätsplanung, den Sozial- und Wirtschaftsbereich bis hin zu einem nach Nachhaltigkeitsprinzipien ausgerichteten Kommunalhaushalt. Mit einem Sektor übergreifenden und integrierten Vorgehen bietet sich für die ausgewählten Pilotstädte die Gelegenheit und große Chance, ihre Zukunftsperspektive enkelgerecht mit den globalen Nachhaltigkeitszielen der UN in Einklang zu bringen, wie letztlich auch mit der Nachhaltigkeitsstrategie von Bund und Land.

Rund 100 Teilnehmende aus Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft konnten sich dazu auf der Auftaktveranstaltung austauschen. Im Plenum bekamen alle neuen Modell-Nachhaltigkeitskommunen Gelegenheit, ihre Stadt und ihre Motivation zur Teilnahme am Projekt vorzustellen, bevor es im zweiten Teil des Tages direkt in Workshops ging, um die Randbedingungen und jeweilige Vorgehensweise zu besprechen.

Im Projekt GNK NRW werden Kommunen bei der Entwicklung von Strategien für eine global nachhaltige Entwicklung begleitet. Die Modellkommunen erarbeiten ihre Strategien im Kontext der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung und der Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs). Die 15 GNK-Neuzugänge, darunter auch Hagen, können auf Erfahrungen von 15 Vorläuferkommunen zurückgreifen. Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) setzt das Projekt mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung um. Das NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz unterstützt das Projekt fachlich und fördert die geplanten Netzwerkveranstaltungen.

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