Keine Schau in Hagen: Kfz-Innung sagt City-Autosalon ab

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2019 wird es keinen City-Autosalon geben. Die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Hagen/Ennepe Ruhr hat die Veranstaltung abgesagt und jetzt per Post ihre Mitglieder informiert.

„Wir sehen in Zusammenhang mit dem Autosalon keine Chance darauf, dass ein verkaufsoffener Sonntag genehmigt wird“, erklärt Gunter Bathe, Sprecher der Innung, „vor diesem Hintergrund hat sich der überwiegende Teil der Autohäuser gegen eine Teilnahme ausgesprochen.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: In der Vergangenheit wurde von offizieller Seite der Verkaufssonntag immer damit gerechtfertigt, dass eine Traditionsveranstaltung im Mittelpunkt stünde. Jetzt wird erstmalig offen ausgesprochen, dass es sich genau umgekehrt verhält: Es geht – wie bei den anderen, ähnlich gelagerten „City-Events“ – vornehmlich darum, die Läden zu öffnen. Der Rest ist Beiwerk. Die Gewerkschaft ver.di, die mehrmals erfolgreich gerichtlich gegen die verkaufsoffenen Sonntage vorgegangen ist, lag mit ihrer Position also richtig. Auch wenn die örtliche Presse im Schulterschluss mit den unternehmerischen Lobbyvereinen das Feuer auf die Arbeitnehmervertreter eröffnet hat.

4 Antworten to “Keine Schau in Hagen: Kfz-Innung sagt City-Autosalon ab”

  1. Paul Jones Says:

    Was für eine einseitige Anmerkung, die die Einseitigkeit der anderen kritisiert! Natürlich geht das eine nicht ohne das andere, denn wenn die Läden zu sind, kommt am Sonntag kein Mensch in die City. Und der Autosalon zieht zusätzlich Besucher an, die dann auch einkaufen. Der verkaufsoffene Sonntag ist gut für den Einzelhandel, denn da wird richtig Umsatz vor Ort gemacht. Aber was solls, weg mit den verkaufsoffenen Sonntagen, ich kann an jedem Sonntag auch bei Amazon bestellen. Der Arbeitnehmer freut sich, dass er zu Hause bleiben kann, und schreit dann Zeter und Mordio, wenn der Arbeitsplatz wegfällt, weil der Umsatz weggeblieben ist und der nächste Euro-Billig-Laden eröffnet, wo genau dieser Arbeitnehmer dann für die Hälfte des Lohnes arbeiten darf. Aber das sind ja genau „Hagener Zustände“.

  2. hansimäuschen Says:

    Klar hängt alles irgendwie zusammen. Doch wenn verkaufsoffene Sonntage erstmal richtig Umsatz machen, sollte es da bei vereinzelten Sonntagen im Jahr bleiben ? Warum dann nicht möglichst alle Sonntage ?
    Und weil Doppelpacks meist günstiger sind, warum nicht den Samstag ( bis mind. zum Abend ) gleich dazu, damit Wochenenden und Familien -/ Privatleben – immer nur zu Hause – über´s Jahr mal so richtig versaut sind ?
    Hängt eben alles irgendwie zusammen..

  3. Paul Jones Says:

    hansimäuschen: Übertreibung ist ein Stilmittel, sonst nichts. Niemand hat mehr als einzelne verkaufsoffene Sonntage gefordert, alles andere ist Unsinn. Und genau an solchen unsinnigen Argumentationen scheitern gute Ansätze so unfassbar oft in Hagen. Man sollte auch nichts mehr essen, am nächsten Tag hat man eh wieder Hunger.

  4. hansimäuschen Says:

    Zunächst ist Übertreibung m. E. nicht nur ein Stilmittel, sondern kann u. a. was deutlich machen. Bei Ihrer Argumentation sieht es nach Umsatz vor Privatleben der Beschäftigten aus, und da geht es dann schon um die Zahl aller entsprechenden Sonntage pro Jahr ( und die der Einzelhandel wohl gerne ausweiten würde, wenn möglich ), die eben zählen.
    Schade, daß das für Sie offenbar keine Rolle spielt und …. macht Ihr witziges Eß-/Hungerbeispiel denn Sinn ?

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