Zum letzten Mal: „Tristan und Isolde“

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Zoltán Nyári (Tristan), Magdalena Anna Hofmann (Isolde). Foto: Klaus Lefebvre.

Eine letzte Möglichkeit, die Oper „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner, die in der Hagener Neuinszenierung vom Publikum begeistert aufgenommen und von der Presse hochgelobt wurde, zu erleben, besteht am 10. Juni 2019 (15.00 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus).

Es ist eine der ältesten Ehebruchsgeschichten des Abendlandes: Die Liebe von Tristan und Isolde, die mit König Marke verheiratet wurde, für den Tristan persönlich auch noch den Brautwerber spielte – eine im wahrsten Sinne des Wortes unendliche Liebe, ausgelöst von einem Zaubertrank.

Wagner hat die aus irdischer Sicht tragische Liebe von Tristan und Isolde wort- und klanggewaltig in fast vier Stunden Musik gesetzt, die den Zuhörer/Zuschauer – überlässt man sich ihrer Sogwirkung – unweigerlich zum Mitfühlen mit dem Liebespaar zwingt. Die Bedeutung der vielen gesungenen Worte scheint dann allerdings eher der Verschleierung dessen zu dienen, was die von Gesang und Orchester produzierten Klänge oft ganz unmissverständlich zum Ausdruck bringen. Nur im Liebesvollzug im zweiten Akt, bei der von der Nacht verborgenen Begegnung der Liebenden, scheint das Aneinander-Vorbeireden einmal durchbrochen und auch die Bedeutung der Worte mit jener der Musik gleich.

Diese Produktion von „Tristan und Isolde“ nimmt das verschweigende Aneinander-Vorbeisprechen der Figuren einmal wörtlich, damit im Theater Hagen um so stärker das wahrnehmbar wird, was noch heute an Wagners 1865 in München uraufgeführtem, berühmtestem Werk so unwiderstehlich fasziniert: die musiktheatralisch ausgedrückte Utopie von der Überwindung menschlicher Einsamkeit.

In der Inszenierung von Jochen Biganzoli, dem Bühnenbild von Wolf Gutjahr und den Kostümen von Katharina Weissenborn singen und spielen unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton: Magdalena Anna Hofmann (Isolde), Zoltán Nyári (Tristan), Khatuna Mikaberidze (Brangäne), Wieland Satter (Kurwenal), Dong-Won Seo (König Marke), Daniel Jenz (Ein Hirt und Stimme eines jungen Seemanns), Richard van Gemert (Melot) und Egidijus Urbonas (Ein Steuermann), Herrenchor sowie der Herrenextrachor des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

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