Mehr Service im Rathaus und auf öffentlichen Plätzen

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Stadt Hagen erweitert Angebot für freies WLAN

Die Wartezeiten in den Bürgerämtern werden nicht mittels Einsatz von mehr Personal verkürzt, sondern mit WLAN zum Zeitvertreib aufgelockert. Unsere großartigen Vordenker schauen jedenfalls zufrieden der Zukunft entgegen. V.l.n.r.: Stefan Ciupka (Betriebsausschuss HABIT), Christian Lazar (Stabstelle Digitalisierung), Christoph Gerbersmann (Kämmerer), Erik O. Schulz (Oberbürgermeister), Volker Zimmermann (HABIT). Foto: Linda Kolms/Stadt Hagen).

Wartezeiten im Bürgeramt überbrücken, WLAN auf dem Friedrich-Ebert-Platz nutzen, Recherche mit dem Smartphone beim Volkshochschulkurs: Die Hagener Stadtverwaltung bietet ab sofort bei fast allen Verwaltungsstandorten freies WLAN an. Seit Anfang 2017 hat die Stadt Hagen in der Stadtbücherei auf der Springe und den Stadtteilbüchereien in Haspe und Hohenlimburg so gute Erfahrungen mit dem Angebot von freiem WLAN gesammelt, dass sie eine Ausweitung für weitere Verwaltungsstandorte nun in einem Konzept gebündelt hat. Mitarbeiter des Hagener Betriebs für Informationstechnologie (HABIT) haben in den letzten Monaten mit Hochdruck an der technischen Realisierung gearbeitet.

An folgenden zusätzlichen Standorten im Hagener Stadtgebiet ist das Angebot ab sofort verfügbar:

  • Friedrich-Ebert-Platz im Bereich vor dem Rathausturm,
  • Museumsplatz vor dem Haupteingang des Kunstquartiers,
  • Berliner Platz (Bahnhofsvorplatz),
  • Wartebereich des zentralen Bürgeramtes in der Rathausstraße,
  • Wartebereich des Bürgeramtes Hohenlimburg,
  • Wartebereich Kfz-Zulassungsstelle und Führerscheinstelle,
  • Vorplatz des Rathauses Hohenlimburg,
  • Wartebereich im Bürgeramt Boele inklusive Bereich vor dem Amtshaus,
  • Wartezonen im Ordnungsamt in der Böhmerstraße,
  • Gebäude der Volkshochschule in der Schwanenstraße und Villa Post,
  • Max-Reger-Musikschule.

Für den Bereich vor dem Torhaus in Haspe und die Hasper Fußgängerzone sucht die Verwaltung aktuell noch einen geeigneten Standort.

Für Oberbürgermeister Erik O. Schulz ist die Ausweitung des Angebots ein klares Signal auf dem Weg in die Digitalisierung der Stadt: „Ein breitbandiger Zugang zu digitalen Angeboten ist ein grundlegender und elementarer Schritt in Richtung einer ‚Smart City‘-Infrastruktur. Durch die Ausstattung der Wartebereiche in den publikumsintensiven Fachbereichen bieten wir gleichzeitig den Bürgerinnen und Bürgern einen Service an, mit dem Wartezeiten überbrückt werden können, wenn beispielsweise kein Mobilfunkempfang im Gebäude möglich ist“, so Schulz.

Aber auch für die Angebote der Stadtverwaltung im Bereich der Volkshochschule und Musikschule bietet die WLAN-Infrastruktur deutliche Mehrwerte. So können zukünftig pädagogische Konzepte unter Einbeziehung neuer Medien neu entwickelt und deutlich aufgewertet werden. Im Bereich der Stadtbüchereien wurde dies bereits erfolgreich umgesetzt.

Der Name des Netzwerkes, der sogenannte Service Set Identifier, lautet „free-key Hagen“. Nach der Verbindung des Smartphones, Tablets oder Notebooks sind nur noch die allgemeinen Geschäftsbedingungen zu bestätigen und dem Surfvergnügen steht nichts mehr im Wege.

Erste Tests durch Mitarbeiter des HABIT lieferten durchweg positive Ergebnisse. Gleichwohl wird sich erst im Echtbetrieb zeigen, ob die eingesetzten Ressourcen für das WLAN gegebenenfalls noch ausgeweitet werden müssen. Sofern dies notwendig ist, wird der HABIT hier entsprechend nachsteuern. Zusätzlich steht in den einschlägigen App-Stores eine entsprechende App des Anbieters unter dem Namen „free-key CityApp“ zur Verfügung, die weitere Informationen zur Stadt Hagen für den Nutzer bereitstellt. Die App bietet gewerblichen Anbietern die Möglichkeit, als Werbeplattform genutzt zu werden. Außerdem stehen Informationen zu Hagen unter anderem aus dem Bereich Sightseeing zur Verfügung. Die über die App angebotenen Inhalte werden sukzessive ausgebaut und bieten dem Nutzer einen schnellen Überblick über die Stadt Hagen.

Fördergelder für den weiteren Ausbau

Auch zukünftig will die Stadtverwaltung die WLAN-Infrastruktur in Hagen weiter ausbauen. Um die finanzielle Belastung des städtischen Haushalts so gering wie möglich zu halten, setzt die Verwaltung hierbei auch auf die Akquirierung von Fördergeldern: „Die Europäische Union hat ein Förderprogramm zum WLAN-Ausbau mit dem Namen ‚Wifi4EU‘ auf den Weg gebracht, bei dem sich Kommunen aus ganz Europa um einen Fördergutschein in der Höhe von 15.000 Euro bewerben konnten. Wir haben uns im ersten Förderaufruf mit rund 13.000 anderen europäischen Kommunen beteiligt und den Zuschlag erhalten“, erklärt Christian Lazar, Leiter der Stabstelle Digitalisierung der Stadt Hagen. Die Verwaltung prüft derzeit, für welches WLAN-Projekt diese Fördermittel zukünftig eingesetzt werden können.

Zusammenarbeit mit Freifunkern

Parallel steht die Stadtverwaltung in Kontakt mit dem Verein Freifunk Hagen. Mit Freifunk e.V. wird der kontinuierliche Ausbau des WLANS geplant, um die restlichen Lücken insbesondere in den Stadtbezirken zu schließen. Der Verein ermöglicht es, dass private und gewerbliche Teilnehmer Teile ihrer Internetbandbreite über eigens für das Freifunk-Netz konfigurierte WLAN-Router für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Das hierbei entstehende WLAN-Netz wird umso dichter und schneller, je mehr Nutzer mitmachen. Besonders für Gastronomen und ansässige Geschäfte bietet sich somit eine gute Möglichkeit, ihren Kundenservice auszubauen.

Der Fokus bei der Kooperation mit dem Freifunk e.V. liegt hier aktuell auf dem Stadtteil Wehringhausen. Hier sollen prototypisch für weitere Stadtteile die Lücken in der WLAN-Versorgung beseitigt werden. Der Verein lädt in Kürze zu einer Informationsveranstaltung in das Kulturzentrum Pelmke ein, um interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende über die Möglichkeiten der Freifunktechnologie zu informieren. Weitere Informationen gibt es auf https://freifunk-hagen.net.

8 Antworten to “Mehr Service im Rathaus und auf öffentlichen Plätzen”

  1. Allan Qutermain Says:

    „Um die finanzielle Belastung des staedtischen Haushalt so gering wie möglich zu halten,“

    Für 13.000 Euro Zuschuss von der EU kann die Stadt Hagen aber mehr wie 11 Zugangspunkte einrichten.
    Auch braucht man für einen DSL Zugang keine Fritz! erwerben, einen 08/15 Router reicht vollkommen aus.
    Besser noch einen mit einen seperaten Gastzugang.
    Da können dann 256 Teilnehmer gleichzeitig in das Internet surfen
    Ich komme zum Beispiel auch von der Fuzo in Haspe in meinen Hausrouter hin ein.
    Luftlinie sind das ca. 2 km.
    Das wichtigste ist nicht ein 1A Router, sondern eine Steckdose mit 24 Std. Stromversorgung in Nähe des Routers.

    Die HABIT ist sowieso da und kann ihren überdimensionalen Fahrzeugpark bewegen.

    Der Leserbrief von Freifunk an den hiesigen OB ist Lesenswert.
    Der sagt eigentlich alles aus.

    Jetzt weiss ich auch, warum in Lettland, Litauen und Estland jede Milchkanne mit DSL und 4G bestückt ist.

    Während bei uns in Deutschland noch die 5G Frequenzen in der Versteigerung sind, werden in Skandinavien, Japan, Südkorea und den USA die ersten Knoten für 5G in Betrieb genommen.

    Aber zurück zur Stadt Hagen.
    Ich finde auch lustig, dass das ganze mit Werbung Gegenfinanziert werden soll.

    Kann ich verstehen, Strom von der MarkE ist teuer.

    • Kalle Says:

      Kann es sein, dass Sie von IT keine Ahnung haben?
      Vielleicht ist es Ihrem Alter geschuldet, aber wer beruflich mit IT zu tun hat, merkt, dass Sie einfach keine Fachkenntnisse haben und ohne Ahnung lostexten. Es ist richtig schlimm diesen von Inkompetenz stinkenden Beitrag lesen zu müssen.
      Überlassen Sie bitte das Thema Fachleuten.

  2. hansimäuschen Says:

    Man könnte aber auch zur Überbrückung überall Spieltische hinstellen, z. B. mit “ Mensch ärgere dich nicht “ oder “ Spitz paß auf „, ganz undigital. Dann brauchte man bei der Einführung auch keinen Zwergenaufstand und usselige Gesichter präsentieren.

  3. Allan Qutermain Says:

    @Kalle,

    wenn Sie meinen, das ich die IT in einen Nachbarkreis eingepflegt habe, haben Sie Recht mit meiner Inkompetenz.

    Weiter, das ich schon an der Hiesigen und Nachbarkreis bei der VHS als Moderator für IT- Lehrgänge im Nebenerwerb tätig war.
    Das zeichnet keine Ahnung aus

    Achso, bei den Freifunker ( nicht in Hagen,) und den Computer Fan Club tummel ich mich, wenn es meine Freizeit erlaubt, auch herum.

    Ich sollte sogar in Hagen eine Homepage von einer Kreis- Partei auf Vordermann bringen.
    Da kam „nur“ in meinen und einigen anderen Lebensläufe etwas dazwischen.

    Das kann sogar der Administrator dieses Blog bestätigen.

    Noch etwas, obwohl ich jahrelang in Hagen mit einen
    TAXI, Mietwagen oder Reisebus unterwegs war, bin ich kein Taxistocher wie der ehemalige Aussenminister.

    Auch bin ich kein Reiseleiter, obwohl ich Gruppenreisen in verschiedenen Ländern anführe.

    Dieses kommt schon näher 😷
    Wenn ich hier schreiben würde, was ich Zeitlebens schon gemacht habe, würde das diesen Blog sprengen.

    Eines meiner Lieblinge ist TYPO3 4,0 und 5,0.

    Aber keine Ahnung, ……., der ist gut.

    • Kalle Says:

      Ich wollte keinen Lebenslauf, ich habe Schlüsse aus Ihrem Kommentar gezogen und ja dort merkt man, dass Sie von professionellen Netzwerken, keine Ahnung haben und einfach Anonym alles kritisieren, was Sie lesen und sich dabei von jedem IT Azubi als Maulheld enttarnen lassen. Erwischt erzählen Sie von Früher und angeblichen Heldentaten. Nein, Ihr Know-how ist schön und die 90 Jährige Nachbarin ist froh Sie zu haben. Eine Firma, die eine öffentliche Infrastruktur für die Stadtmitte plant, installiert und administriert, braucht weder Sie noch ihre Ratschläge.

  4. hansimäuschen Says:

    Was die extreme Technikorientierung des Mannes und die hieraus folgende Problematik betrifft, hat einer der herausragenden US-Psychologen ( lt. Buchbeschr. ), Herb Goldberg, in einem seiner Bücher “ Der blockierte Mann – Hindernisse auf dem Weg zur Nähe – … .. “ im Kapitel “ Wir können Menschen zum Mond schicken, aber Beziehungen können wir immer noch nicht handhaben.. “ beschrieben.
    Bis das passiert, werden “ wir “ wohl irgendwann Menschen zum Mars schicken. Daß es keine Rückflug – Garantie geben wird, geschieht dann sicherlich naturgemäß ( aber auch FRAU hat weiterhin Arbeit vor sich, sehr abseits von IT )…. .

  5. Allan Qutermain Says:

    Am Wochenende eine Kiste mit neuen, aber schon etwas ältere,
    ca. 3 Jahre alten, Router der Marke FON auf den Boden gefunden.

    Was diese auszeichnet, bei Tante Allwissend nachsehen.

    In der Garage liegen auch noch zig Aufputz- Steckdosen und mehrere Hundert Meter Feuchtraumkabel herum.
    Ebenso die passenden Leerrohre dazu.

    Das Geraffel ist bei einen Auftrag liegen geblieben.

    Aber keine Ahnung haben, ….

    Ich beende diesen Tread, dafür ist mir meine Freizeit zu kostbar.

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