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CDU und FDP schwenken beim Albrecht-Dürer-Gymnasium um

Die Hagener Ratsfraktionen von CDU und FDP haben sich zähneknirschend von ihrer Forderung nach einer Dreizügigkeit beim Albrecht-Dürer-Gymnasium (AD) und einer möglichen Klage gegen die Bezirksregierung in Arnsberg verabschiedet. Nach wochenlangem Gezerre setzte sich bei beiden Fraktionen jetzt spät die Einsicht durch, dass es nicht in ihrer Macht steht, die bestehende Rechtslage mal eben freihändig zu umgehen.

Damit die Niederlage nicht ganz so deutlich wird, verschieben CDU und FDP ganz beiläufig den Schwerpunkt ihrer Argumentation weg von der Forderung, eine dritte Eingangsklasse zu bilden, hin zu einer „Profilbildung“ der Hagener Gymnasien.

„Die Diskussion um das AD als ist ein belebender Impuls, um über Hagens Schullandschaft neu nachzudenken. Uns zeigt der Vorgang, dass es sich für Schulen lohnt, ein bewusstes Selbstbild und eine konkrete Perspektive für Schülerinnen und Schüler zu entwickeln. Deshalb wollen wir die Gymnasien im Rahmen der Schulentwicklungsplanung weiter dazu ermuntern. Die Profilbildung wollen wir zum integralen Bestandteil des künftigen Schulentwicklungsplans aufwerten“, gab der CDU-Sprecher im Schulausschuss und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Walter die neue Richtung vor.

Ähnlich sieht das die FDP. Die Entscheidung der Bezirksregierung konterkariere die durch die Landesregierung geforderte Profilbildung an den Gymnasien und wirke demotivierend auf jene Schulleitungen, die diese in den letzten Jahren mit viel Elan und Engagement angegangen sind.

Reichlich wirklichkeitsfremd zeigt sich Katja Graf, schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion: „Die letzten Wochen haben gezeigt, dass die Hagener Schulentwicklungsplanung sich inzwischen meilenweit von den Realitäten entfernt hat.“

Es sind nicht die letzten Wochen, es sind bereits viele Jahre mit mangelhafter Planung ins Land gegangen. Jedes Jahr wurde und wird immer noch eine dreistellige Zahl von Bewerbern für die Hagener Gesamtschulen abgewiesen, weil keine Plätze vorhanden sind. Im Unterschied zu einigen AD-Interessenten, die problemlos Plätze an anderen Gymnasien erhalten können, haben diese keine Möglichkeit, auf eine andere Gesamtschule im Stadtgebiet auszuweichen.

Aber diese Realität interessiert weder FDP noch CDU.

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