Neue Psychologie-Professorin liebt Herausforderungen

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Aileen Oeberst ist eine der wenigen Professorinnen und Professoren in Deutschland, die Medien- und Forensische Psychologie kombinieren. Die FernUniversität fand dies interessant

Bei der Forensischen Psychologie geht es um Gerichtsverhandlungen und -urteile und psychologische Begutachtung in diesem Kontext (z.B. von Glaubhaftigkeit, Schuldfähigkeit und Kriminalprognosen). Dieses Feld mit der Medienpsychologie zu verbinden, ist schon eine Herausforderung an sich.

In ihrer Forschung zeigt sich jedoch ein gemeinsamer Kern: „Ich untersuche Verzerrungen in der Informationsverarbeitung“, erläutert Aileen Oeberst (Foto: FernUni). Diese finden sich in der richterlichen Urteilsbildung ebenso wie in Medien wieder. Der „Rückschaufehler“ etwa: Wer hat nicht schon vorausgesehen, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt? Allerdings nur in der eigenen Erinnerung: „Man blickt immer mit dem eigenen Wissen der Gegenwart in die Vergangenheit zurück.“ Als Beispiel nennt Oeberst die Duisburger „Love-Parade“-Katastrophe.

Sie plant, auch die wissenschaftliche Schnittstelle zwischen Medien- und Rechtspsychologie zu untersuchen: „Wie sehr beeinflusst eine ‚vernichtende Berichterstattung‘ in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen sowie in Sozialen Medien vor einem Prozess die Urteile? Das kann man sich mit Laien anschauen, aber auch mit professionellen Entscheiderinnen und Entscheidern.“ Hierfür möchte Prof. Oeberst bisherige Veröffentlichungen in einer Metaanalyse quantitativ zusammenfassen sowie – das wäre wohl neu – Studien mit Richterinnen und Richtern durchführen.

Ein weiteres Themenfeld betrifft die mediale Darstellung von Straftaten (z.B. Terroranschlägen, Amokläufen), Straftäterinnen und Straftätern (etwa aus der „eigenen“ Gruppe und „anderen“ Gruppen), Gerichtsprozessen und -urteilen (wie beim NSU-Prozess) – und natürlich deren Wahrnehmung. Was macht es beispielsweise mit Menschen, die nach einer Katastrophe wie einem Terroranschlag einseitige Details aus dem Leben der Täterinnen oder Täter erfahren, die suggerieren, eine jede Laiin und ein jeder Laie hätte die Gefahr vorhersehen können? Verlieren Menschen dadurch zu Unrecht das Vertrauen in Behörden? Fördert es Verschwörungstheorien?

Nach ihrem Psychologie-Studium in Leipzig und Cagliarí (Sardinien), das sie 2005 mit dem Diplom abschloss, war die 1980 geborene Rostockerin bis 2008 Promotionsstipendiatin im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Graduiertenkolleg „Integrative Kompetenzen und Wohlbefinden“ an der Universität Osnabrück tätig, anschließend dort bis 2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Von 2011 bis 2016 arbeitete sie am Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen. In dieser Zeit vertrat sie eine Professur für Sozialpsychologie in Osnabrück. Eine weitere Professurvertretung für Sozial- und Rechtspsychologie führte sie 2015 und 2016 zur Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Hier war Aileen Oeberst seit September 2016 Juniorprofessorin für Forensische Psychologie.

Eine Antwort to “Neue Psychologie-Professorin liebt Herausforderungen”

  1. drhwenk Says:

    die psychologiusch akademisch welt ist so schlecht, das sie sich zurm psychiatreie willigen helfer gemacht hat.

    die milderenden umstände im affekt gibt es so fast gar nicht mehr. AB IN DIE PSYCISATREIRE dafür!

    der berühmte psychiatrielehrbuchverfasser karl jaspers wurde vom berühmten philosophen kollegen rickert angeangn:
    sir sind doch nicht als philosoph hier, sondern um die verrückten die sich an der unierversität und in der phiosophie herumtreiben zu „verartzten“ sinnzitat.

    ddadsa milzär die instuinalsiue gewaltkrimnalität2patholohie“ ist,
    kommzt manbei d loveparade und ähnliche fällen mit üblichrer krimineller (meis geldgier, manchmsal ehrgeiz..) „energie“ ziemlich aus.l

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