Anmeldungen führen zu Streit zwischen Gymnasien in Hagen

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Der Beschluss des Schulausschusses Hagen in Sachen dritte Eingangsklasse am AD ist nicht bindend. Der Rat muss am 4. April entscheiden. (…)

Die übrigen städtischen Gymnasien sehen in der Entscheidung dagegen eine Aufkündigung des Schulkonsenses in Hagen und erwägen sogar, sich an die Bezirksregierung, die den Beschluss ohnehin absegnen muss, zu wenden: „Wir wünschen uns Planungssicherheit und Verlässlichkeit“, so Michael Pütz, Leiter des Christian-Rohlfs-Gymnasiums und Sprecher der Hagener Gymnasien: „Ein Anmeldeverfahren sollte in geordneten Bahnen verlaufen. Die Ausnahmegenehmigung für das AD führt dagegen zu Verwerfungen.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wie schon zuvor die Grünen (siehe hier), kritisiert auch die SPD die Entscheidung des Schulausschusses:

Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach: „Scherbenhaufen“

Für Ärger, Zerwürfnisse und Unzufriedenheit bei Schülern, Eltern und Lehrern sorgt die CDU auch in der gymnasialen Schullandschaft, nachdem sie sich im Schulausschuss am Dienstag vehement für eine Ausnahmegenehmigung für das Albrecht-Dürer-Gymnasium eingesetzt und damit die Mehrheitsentscheidung für eine einmalige Dreizügigkeit der Schule durchgesetzt hat.

„Wir können die Enttäuschung aller Eltern verstehen, wenn ihre Kinder nicht an der Wunschschule aufgenommen werden können. Das kommt in allen Schulformen immer wieder vor, ist aber nicht zu vermeiden. Wir können aber nicht verstehen, dass der Schulausschuss die gemeinsam mit der Verwaltung verabredeten Regeln zur Zügigkeit der Gymnasien und zum Aufnahmeverfahren aufgrund von einigen Protesten außer Kraft setzt“, so Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach, Sprecher der SPD-Fraktion im Schulausschuss.

Denn aktuell, so Dr. Geiersbach, stünden alle Betroffenen durch diese Gefälligkeitspolitik vor einem riesigen Scherbenhaufen. Die Schulleiter aller weiteren Hagener Gymnasien seien zu Recht verärgert über die hier an den Tag gelegte Unzuverlässigkeit des Schulausschusses, der zudem gegen den fachlichen Rat der Schulverwaltung für diesen Eklat gesorgt habe.

„Wenn jetzt die auf den Plan gerufene Schulaufsichtsbehörde in Arnsberg diese Ausnahme verbietet oder aber auch der Rat die Entscheidung des Schulausschusses richtigerweise revidiert, dann hat die CDU die Eltern und Kinder, die sich für mehr Klassen am AD eingesetzt haben, mit dieser Schlingerkurspolitik gänzlich verprellt.“

Dr. Geiersbach fordert daher alle Fraktionen im Rat dazu auf, zu einer geordneten und seriösen Schulpolitik zurückzukehren und erinnert in diesem Zusammenhang an die jährlich wiederkehrenden Probleme bei der Aufnahme von Schülern an den Hagener Gesamtschulen. Dort müssten immer wieder rund 100 Schüler abgewiesen werden, die an keiner der Gesamtschulen einen Platz bekommen. „Vielleicht sollten wir darauf einmal mehr den Fokus unserer Schulpolitik legen. Denn wer in Hagen aufs Gymnasium gehen möchte, der bekommt im Gegensatz zur Gesamtschule auch einen Platz – wenn auch nicht immer an seinem Wunschgymnasium.“

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