Aus für Wolfgang Jörg?

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Wahlkreis Hagen I könnte an CDU-Vertreter gehen

Der SPD-Abgeordnete Wolfgang Jörg vertritt seit 2005 den Wahlkreis Hagen I im Düsseldorfer Landtag. Das könnte sich laut einer Prognose der Wahlplattform election.de nach der nächsten Landtagswahl ändern.

Mit Stand vom 23. März rechnet election.de nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 34 Prozent damit, dass Jörg den Wahlkreis halten kann. Größere Chancen werden einem Kandidaten der CDU mit 65% eingeräumt.

Die Wahlkreisprognose beruht nach Angaben von election.de auf einem datengestützten Projektionsmodell, das aktuelle demoskopische Trends, langfristige Wählerpotenziale, sowie das voraussichtliche Stimmen-Splitting berücksichtigt.

Die nächste Wahl zum nordrhein-westfälischen Landtag findet zwar erst 2022 statt, aber ob es der SPD bis dahin wirklich schaffen sollte, ihre anhaltende Schwäche durch einen neuen Schwung aufwärts zu ersetzen, steht doch sehr in den Sternen. Dazu kommt die Tatsache, dass es sich beim Wahlkreis Hagen I für die Sozialdemokraten um ein traditionell schwieriges Terrain handelt. „Schwarzen“ Hochburgen im Norden und in Teilen der Stadtbezirke Mitte und Hohenlimburg stehen volatile Wählergruppen im Stadtzentrum und in einzelnen Stadtteilen gegenüber.

So erreichte Wolfgang Jörg bei seinem ersten Anlauf 2005 gerade einmal 42,1 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen, während sein Rivale von der CDU, Helmut Diegel, 41,2 Prozent einstrich.

Bei den folgenden Wahlen gelang es Jörg allerdings, seinen kleinen Vorsprung massiv auszubauen. 2010 erzielte er ein Ergebnis von 44,0 Prozent der Erststimmen, während der Kandidat der CDU, Kohaupt, sich mit 34,9 Prozent zufrieden geben musste. Bei den vorzeitigen Wahlen 2012 konnte der SPD-Mann seinen Vorsprung weiter auf 47,8 Prozent ausbauen. CDU-Kandidat Klepper fiel auf 28,4 Prozent zurück.

2017 trat dann nach seinen farblosen Vorgängern wie schon 2005 wieder der schillernde Helmut Diegel als CDU-Bewerber auf den Plan. Und prompt ging es für Wolfgang Jörg bergab. Es reichte nur noch für 39,4 Prozent, während Diegel den CDU-Anteil auf 34,1 Prozent ausbaute.

Und jetzt die Prognose von election.de. Keine guten Vorzeichen, obwohl noch drei Jahre Zeit ins Land gehen.

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