Johannes Heisig – Klimawechsel

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03.03. – 19.05.2019, Osthaus-Museum Hagen

Luft anhalten, 210 x 170 cm, (c) Johannes Heisig 2018, Foto: Lars Wiedemann

Heisigs motivische Vielfalt kennt keine Grenzen; sie reicht von der deutsch-deutschen Geschichte und popkulturellen Themen – überwiegend geprägt durch seine eigene Biografie und das Leben in Berlin – bis hin zu klassischen (Stadt-)Landschaften, Stillleben und Porträts, darunter die zahlreicher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Doch auch wenn Heisig dieser Vielfalt in seiner unverkennbaren und ausdrucksstarken künstlerischen Handschrift treu bleibt, lassen sich in seinen zuletzt entstandenen Werken auch erste Anklänge an seine neue Umgebung in Brandenburg ausmachen: Zu Skatepark-Szenen aus ungewöhnlichen Perspektiven haben sich zahlreiche farbenprächtige Blumenstillleben und expressive Landschaftsstudien auf die Staffeleien seines neuen Ateliers gesellt. Einer Hornisse widmet er ein ganzes Requiem und scheint damit einmal mehr zurück zum Ursprung des Malens zu kehren, zur existenziellen Hinterfragung des Lebens und des eigenen Ichs.

Das Osthaus Museum Hagen zeigt ca. 120, z.T. großformatige Werke aus den letzten Schaffensjahren des Künstlers, unter anderem auch den „Crow“-Zyklus nach Krähen-Gedichten des englischen Dichters Ted Hughes. Diese Bildfolge besteht aus düsteren Zeichnungen mit Tusche, Kohle, zum Teil mit Grillkohle auf Papier. Existenzielle Gefühle wie Liebe und Tod stehen hier im Vordergrund.

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