Aufwind für FernUni-Verbraucherforschung

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Das Land NRW unterstützt verbraucherrelevante Forschungsvorhaben – Auch ein Projekt am Lehrstuhl des FernUni-Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Rainer Baule wird gefördert

Mit einer Fördersumme von knapp 140.000 Euro plant das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen, die Verbraucherforschung im Land voranzutreiben. Das bei der Verbraucherzentrale angesiedelte Kompetenzzentrum „Verbraucherforschung NRW“ gab nun die Ergebnisse der landesweiten Ausschreibung der Drittmittel bekannt.

Durchgesetzt hat sich unter anderem ein Projekt, das im Januar 2019 an der FernUniversität in Hagen startet: „Kosten strukturierter Finanzprodukte im Lichte des Anlegerschutzes zehn Jahre nach der Finanzkrise – Wie verstehen und berücksichtigen Kleinanleger Bankinformationen in Verkaufsprospekten?“ Durchgeführt wird es von Patrick Münchhalfen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Bank- und Finanzwirtschaft von Prof. Dr. Rainer Baule.

Wer privat Geld anlegen will, sieht sich mit einem Überangebot verschiedener Investitionsmöglichkeiten konfrontiert. Da Bankmitarbeitende zumeist nicht unabhängig beraten, sind Verbraucherinnen und Verbraucher auf verlässliche Infos über die Funktionsweise von Anlageprodukten angewiesen. Für sie ist es entscheidend, im Vorfeld Chancen, Risiken und Kosten einer Investition abwägen zu können.

Hier setzt das Projekt an und nimmt unter die Lupe, wie sie in Verkaufsprospekten, Broschüren und Informationsblättern von Banken unterrichtet werden. Im Mittelpunkt steht dabei das Marktsegment der strukturierten Finanzprodukte, sogenannter „Zertifikate“. Hierbei handelt es sich um spezielle Investitionsobjekte, deren Rückzahlung von der Wertentwicklung bestimmter Basiswerte abhängt – also etwa von Aktien, Währungen oder Rohstoffen.

Das Kompetenzzentrum „Verbraucherforschung NRW“ ist ein Kooperationsprojekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft, des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie der Verbraucherzentrale des Landes. Ziel des Förderprogramms ist es, unabhängige verbraucherrelevante Forschung zu stärken. Dabei werden alle Fachrichtungen angesprochen – von der Psychologie über die Informatik bis zur Wirtschaftswissenschaft. Insgesamt überzeugten vier Forschungsteams und zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen die Drittmittelgebenden vom Potential ihrer Vorhaben.

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