Fundsache: Bescheuert

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Der blanke Zynismus: BMW-Werbung (Foto: DW)

Nach drei Jahren Untätigkeit der Bundesregierung in Sachen Dieselbetrug kann es sich die Autoindustrie inzwischen erlauben, eben diese Regierung zu verhöhnen. Und die lässt das auch bereitwillig zu.

Die oben abgebildete Werbung des Autokonzerns BMW erschien fünf Tage vor dem jüngsten „Diesel-Gipfel“ am 8. November als großformatige Beilage in überregionalen Zeitungen. Solche Medien werden von den Stäben in den Ministerien regelmäßig ausgewertet. Der blanke BWM-Zynismus muss dort also bekannt gewesen sein.

Das hinderte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nicht daran, im Anschluss an das Zusammentreffen mit den Autobossen zu konstatieren, die Konzerne hätten sich „sehr stark bewegt“, die Ergebnisse seien „konstruktiv“.

Das Problem der Dieselfahrzeuge sind bekanntlich die Atemgifte, die sie ausstoßen und dafür sorgen, dass in vielen Städten die vorgeschriebenen Grenzwerte seit Jahren zum Teil erheblich überschritten werden. Die BMW-Werbung lässt nur einen Schluss zu: Das geht den Konzernherrschern glatt am Arsch vorbei.

Der BMW-Konzern, der laut seiner Werbung ja Autos baut, „um den Atem zu rauben“ lehnt Nachrüstungen seiner Karossen weiter ab. Und der Verkehrsminister buckelt dazu. Wie lautet noch gleich das Adjektiv zu Scheuer? Richtig: Bescheuert.

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