„Das fossile Imperium schlägt zurück“

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Ringvorlesung „Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“ an der FernUni Hagen

Ist die Energiewende tatsächlich ökonomisch unsinnig? Isoliert sich Deutschland? Drohen De-Industrialisierung, Blackouts und Strompreisexplosionen? Das behaupten ihre Gegnerinnen und Gegner. Mit ihren Argumenten setzt sich Prof. Claudia Kemfert auseinander, ihr geht es um „Die wirtschaftlichen Chancen einer klugen Energiewende“. Foto: FernUni.

Mit seiner Ringvorlesung „Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“ stellt sich der neue gleichnamige Forschungsschwerpunkt der FernUniversität in Hagen der Öffentlichkeit an drei Terminen vor. Die renommierten Vortragenden aus der Wissenschaft wollen mit dem Publikum nach ihren Referaten ins Gespräch kommen. Alle Interessierten sind willkommen, der Eintritt zu allen drei Veranstaltungsterminen ist frei.

Den Anfang macht am Mittwoch, 10. Oktober, Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Sie spricht ab 17.30 Uhr über „Die wirtschaftlichen Chancen einer klugen Energiewende“. Veranstaltungsort ist die FernUniversität, Gebäude 3 (Informatikzentrum), Universitätsstraße 11, 58097 Hagen, Raum Ellipse.

Alles schien auf einem guten Weg. Die Energiewende schafft Wohlstand, macht unabhängig von geopolitischen Konflikten, schützt das Klima und stärkt die Demokratie. Und sie ist erfolgreich. Zu erfolgreich. Die „alten“ Energien und die Klimaskeptiker gehen nicht kampflos vom Platz. Anstelle von Rückzugsgefechten schalten die Lobbyisten der Kohleindustrie und Atomenergie auf Frontalangriff. Sie nutzen keine Armee, sondern Propaganda und „Fake News“. Mit bislang unbekannter Aggressivität werden Behauptungen, Mythen und Fehlinformationen vorgetragen und der Klimawandel wird geleugnet. Unerwartet befinden wir uns mitten im Krieg der Energiewelten zwischen fossiler Energie und den erneuerbaren Energien. Besonders sichtbar in den USA. Doch auch in Deutschland und Europa ist nicht alles rosig. Das fossile Imperium schlägt zurück. Auch hierzulande.

Was steckt wirklich hinter den Mythen: ist die Energiewende tatsächlich ökonomisch unsinnig? Isoliert sich Deutschland nicht dabei völlig? Droht eine Deindustrialisierung, müssen wir mit Blackouts und mit Strompreisexplosionen leben? Und: Wer zahlt diese Energiewende? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Prof. Dr. Claudia Kemfert im Rahmen ihres Vortrags und unterstreicht die wirtschaftlichen Chancen, die in einer klugen Energiewende liegen.

Die Referentin Prof. Dr. Claudia Kemfert leitet die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung DIW Berlin und ist Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance. Sie ist Wirtschaftsexpertin auf den Gebieten Energieforschung und Klimaschutz. 2016 wurde sie in den Sachverständigenrat für Umweltfragen SRU berufen und erhielt den Deutschen Solarpreis sowie den Adam-Smith-Preis für Marktwirtschaftliche Umweltpolitik. Sie ist eine mehrfach ausgezeichnete Spitzenforscherin und gefragte Expertin für Politik und Medien. 2013 erschien ihr Buch „Kampf um Strom“, in dem sie die Mythen in der energiepolitischen Debatte beschreibt. Im April 2017 folgte ihr neustes Buch „Das fossile Imperium schlägt zurück“.

Zwei weitere Veranstaltungen

Am 5. Dezember 2018 und am 16. Januar 2019 finden zwei weitere öffentliche Vorträge in der Ringvorlesung statt. Zunächst referiert Prof. Dr. Michael Schreckenberg (Universität Duisburg-Essen) über „Die Zukunft der Mobilität – wie wir uns bewegen werden“ . Dann präsentiert Prof. Dr. Jens Newig (Leuphana Universität Lüneburg) in seinem Vortrag „Mehr Bürgerbeteiligung = mehr Ökologie?“ Ergebnisse der Lüneburger Partizipations-Studie.

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