Hagen: Rassismus in der SPD – jetzt rufen Migranten Andrea Nahles zur Hilfe

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51 Männer und Frauen aus dem nordrhein-westfälischen Hagen dürfen nicht Mitglied in der SPD werden. Sie alle sind Migranten und kritisieren, dass man ihr Beitrittsgesuch abgelehnt hätten, ohne zuvor mit ihnen zu reden. In einem ‚Offenen Brief’ wenden Sie sich an die Parteispitze: Andrea Nahles und NRW-Chef Sebastian Hartmann. (…)

Die Unterzeichner eint, dass sie im aktuellen Umgang einzelner in Ihrer SPD mit ihnen den alltäglichen Rassismus in Deutschland erfahren. „Wir hätten nie gedacht, dass dieser von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands ausgehen könnte. Viele von uns haben bei den vergangenen Wahlen die SPD gewählt. Die SPD war immer für uns da. Doch leider wurden wir nun eines Besseren belehrt“, so der Wortlaut. Die 51 Bewerber wollen dazu beizutragen, dass die SPD – auch in Hagen – zu einer vielfältigen, zu einer pluralen Partei werde, die sich für alle Hagenerinnen und Hagener einsetze. Die Unterzeichner beklagen, dass mit ihnen bis heute kein offizieller Vertreter der SPD Hagen oder des Ortsvereins Wehringhausen das Gespräch gesucht habe. (…)

Ein besonders „erbärmliches Bild“, so die Unterzeichner, würden in dieser Causa der Vorsitzende des Hagener Unterbezirks, Timo Schisanowski, und Claus Homm, Geschäftsführer des Unterbezirks, abgeben. „Ihr Vorgehen ist unfassbar für uns. Wir werden nunmehr gegen die Entscheidung den Landesverband NRW anrufen. Es ist traurig, dass es überhaupt so weit kommen muss“, heißt es ferner im ‚Offenen Brief’. (…)

Bereits am kommenden Samstag, 29. September, wollen sich die Beitrittswilligen mit der Parteispitze in Hagen ins Gespräch kommen. Ob diese zusagt? Auf diese Frage und jene, wie sie zu den Vorwürfen im ‚Offenen Brief’ stehen, ist seitens der Bundes- und Landes-SPD auf Rückfrage telefonisch zunächst keine Antwort zu erhalten. Man wolle sich später per E-Mail melden.

Die Medien sind im ‚Offenen Brief’ ebenfalls eingeladen – alle, nur nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der in Hagen erscheinenden ‚Westfalenpost’. „Wir möchten dort den ungeheuerlichen Vorwürfen, die seitens der Parteiführung der Hagener SPD in der Westfalenpost geäußert wurden, entgegentreten“, heißt es im Schreiben. Die Redaktion habe, so die Unterzeichner, vor der Berichterstattung über sie nicht das Gespräch mit ihnen gesucht. So heißt es dazu im ‚Offenen Brief’: „Der Westfalenpost-Journalist Martin Weiske hat – wie schon die SPD-Führung in Hagen – keinen Kontakt mit uns aufgenommen, aber über uns Ungeheuerliches geschrieben. Die Westfalenpost und Herr Weiske sind aus diesem Grund ausdrücklich nicht zu unserem solidarischen Grillfest eingeladen.“ (…)

Quelle: Informer

Eine Antwort to “Hagen: Rassismus in der SPD – jetzt rufen Migranten Andrea Nahles zur Hilfe”

  1. „Wir wollen, dass unsere schöne Stadt Hagen nicht an die AfD und andere rechte Kräfte verloren geht“ | Doppelwacholder.de Says:

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