Sozialausschuss der Stadt Hagen diskutiert Wohnungslosigkeit und sozialen Arbeitsmarkt

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Mit der Frage der steigenden Wohnungslosigkeit in Hagen und dem Stand der Vorbereitungen für das Bundesprogramm „Sozialer Arbeitsmarkt“ befasste sich der Sozialausschuss der Stadt Hagen in seiner Sitzung am 11. September.

Klaus Gierke vom Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Hagen berichtete zunächst über das Konzept der Zentralen Fachstelle für Wohnraumsicherung und Wohnraumversorgung in Notfällen. Im Jahr 2017 war die Fachstelle in 1.082 Fällen aktiv, um Wohnungsverlust zu verhindern. 110 Menschen mussten im Jahr 2017 ordnungsrechtlich untergebracht werden (2016 waren es 46 Fälle), bis zum 31. Juli dieses Jahres waren es bereits 128. Der Anstieg in den beiden Vorjahren entspricht dem Trend in vergleichbaren Städten und ist auch auf die besondere Zuwanderungssituation zurückzuführen.

Der Leiter des Männerasyls in der Tuchmacherstraße, Burkhardt Müller, berichtete dem Ausschuss von seiner Arbeit. Die Einrichtung beherbergt täglich im Schnitt 30 Menschen. Der Sozialausschuss wird diese Thematik in der übernächsten Sitzung noch einmal aufgreifen.

Zum Thema Sozialer Arbeitsmarkt berichtete die Leiterin des Jobcenters, Andrea Henze, über den Vorbereitungsstand der Hagener Akteure. Das Programm Sozialer Arbeitsmarkt soll insbesondere Langzeitarbeitslosen eine neue Perspektive ermöglichen. In Hagen gibt es fast 18.000 erwerbsfähige Menschen, die leistungsberechtigt nach dem Sozialgesetzbuch II sind, darunter 3.867 Langzeitarbeitslose. Für 181 Menschen könnte diese neue Förderung nach dem Programm Sozialer Arbeitsmarkt in Frage kommen.

2 Antworten to “Sozialausschuss der Stadt Hagen diskutiert Wohnungslosigkeit und sozialen Arbeitsmarkt”

  1. Hansimäuschen Says:

    Beim Thema Männerasyl : wenn man dort vorbei kommt, begegnet man in dieser engen Straße die absolute Tristesse. Bei gutem Wetter hocken die Männer auf diesem Brettergestell und starren auf die verdreckte Hauswand, Gespräche untereinander – wenn überhaupt – entsprechend.. . Wie auch anders ? Wie´s drinnen aussieht, weiß ich nicht.
    Für eine Stadt, in der immer wieder große Projekte/Denkmäler geschaffen wurden und weiter angestoßen werden, eine Schande, wenn auch nicht die einzige. Aber trotz allem immer noch keine Alternativen für eine menschenwürdige Unterbringung entwickelt ? Hauptsache neue Fassade für das Verwaltungshochhaus, nur ein Beispiel. ISEK, Zukunftsschmiede, sonstwas oder was ?

  2. hansimäuschen Says:

    aus Gründen der Korrektheit ( in Wahrheit Pingeligkeit ) : “ einem „

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