Ich verrat Euch was…

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von Christoph Rösner

Es geht gerade unaufhaltsam aufwärts mit Hagen. Hagen ist Frust- Schulden- und Nazifrei? Hagen ist beliebt wie nie!

Und alles wegen der NDW, oder dem, was noch von ihr übrig ist.

Ironie aus! Tolle Ausstellung im KEO, und ein herzlicher Dank an Heike Wahnbaeck, der wir diese nostalgisch, schöne NDW-Zeitreise mit Familienzusammenführungscharakter verdanken. So sehen Leute aus, die sich hier was trau´n und schaffen. Chapeau!

Ironie schleunigst wieder an: Hagen. Popstar. Glück. Glück! Und Hagen! … „Die Alptraumstadt, in der ich lebe, da wo die Menschen sich nicht trau´n“, „mal außer der Reihe, ihre Zukunft zu bau´n.“

Schöne, alte Zeilen, als solche Breiten-Songs als Fanal für eine neue Zeit, ein anderes Leben verstanden und gemeinsam geschmettert wurden.

Wobei wir bei Erik Olaf Schulz wären.

´Wie jetzt, singt der etwa auch solche subversiven Lieder mit?´

Eher nicht, weil dann die Songzeile etwas anders lauten müsste: „Die Alptraumstadt, in der ich lebe, da wo nur wenige sich trau´n, so wie ich, ihre eigene Zukunft zu bau´n … „

Eines muss man unserem OB aber lassen, so rein ästhetisch, modisch, meine ich.

Hier macht er sich verdammt gut in dieser Stadt. Beim weißen Dinner, bei der Einweihung der NDW-Ausstellung im KEO, beim Àuftakt` im Theater – immer schick und adrett, immer picco bello, unser OB. So ganz anders als die Masse modisch Derangierter hier, die er ebenfalls zu repräsentieren hat, aber das wäre schon wieder ein völlig anderes Thema…

Da hat doch dieser Tage seine Hauspostille eine Umfrage gestartet: „Schulz macht gute Arbeit“ versus „Schulz ist kein guter OB“.

Selbstverständlich habe ich die unzähligen Kommentare unter der FB-Seite der Westfalenpost gelesen und mir ungläubig die Augen reiben müssen ob der Lobpreisungen, die aus den Kommentarspalten trieften.

Unwillkürlich fiel mir Jean Baptiste Grenouille ein, der seiner Hinrichtung nur dadurch entkam, dass er huldvoll sein einzigartiges Parfüm unter die Massen zerstäubte, die daraufhin in beseelter Trance und sexueller Enthemmung übereinander herfielen.

Ja, hat denn unser OB auch son Zeug? Verbringt er etwa seine Zeit nicht nur vor dem Spiegel sondern auch damit, dieses benebelnde, paralysierende Zeug zusammen zu mixen, um es bei seinen täglichen Gängen durchs Städtchen mit seinem Einstecktüchlein unters lustvoll lechzende Volk zu wedeln?

Oder wie soll man jene an Ehrerbietung grenzenden Kommentare deuten? „…ein Glücksfall für Hagen…“, „Das Beste seit langen, was Hagen als Oberbürgermeister hatte.“, „unser OB […] macht sie schöner und besser und erfolgreicher, unsere Stadt…“, „Er persönlich ist ein Mann mit Format und sehr intelligent. Hatte das Vergnügen ihn kennen zu lernen.“ „ Hut ab – Top Job!“ Und, und und …

Jetzt mal ehrlich: Ist der wirklich so gut? Und ich bin mal wieder der Einzige, dem das partout nicht auffallen will?

Sterbende Quartiere – gibt´s gar nicht? Feinstaubbelastung nebst drohenden Fahrverboten – Illusion? ÖPNV – Vollversorgung? Versemmelte Fristen für Förderungen- Fehlinformation? Theaterdesaster vor zwei Jahren – nicht stattgefunden? Die Unzufriedenheit zahlreicher Unternehmer in Hagen – Einbildung? Vermüllung – hat er selbst weggemacht – noch was? Kitas, Schulden, Grundstücksmauscheleien und erst die Stimmung in Hagen – grandios?

Butter bei die Fische, weil ich auch morgen früh noch lächelnd in den Spiegel schauen will: Bisher hat als einzige Partei die Ja! – die FDP – öffentlich bekundet, dass sie Schulz im Kommunalwahlkampf unterstützen will. Ich bezweifle, dass sämtliche FB-Kommentatoren FDP-Anhänger sind, und dieses Häuflein repräsentiert wohl nicht irgendeine Mehrheit in Hagen.

CDU? SPD? Fehlanzeige.

Die CDU versucht gerade, Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, indem sie sich mit der großen Frage beschäftigt, wie ein „Hagener Präventionsrat“ installiert werden könnte.

Und die SPD, dieser miese, kleine Intrigantenclub? Der schickt sich gerade an, jeglichen Rest von Menschlichkeit und Solidarität über Bord zu werfen. Beinharte Bübchen diktieren ihrem Schreiberling Martin Weiske das Vorgehen in Sachen Mark Krippner und „Unterwanderung“ in die verschrumpelte Feder und entblöden sich öffentlich, ihren Genossen aus Hohenlimburg mit Hilfe der Staatsanwaltschaft aufs Übelste in die Knie zwingen zu wollen, nur um den eigenen, verrotteten, postengeilen Arsch zu retten.

Und die Grünen? Nichts Genaues weiß man noch nicht  – klare Positionierung jedenfalls weit und breit nicht zu erkennen. Aber das kommt noch … weil irgendwas immer kommt.

Gemunkelt wird allerdings Folgendes: Aber PSSST! Nicht weitersagen! … ein altgedientes Schlachtross – seines Zeichens Eselliebhaber – soll sich bereitmachen, die Wahlkampfshow zu rocken, vermutlich im Schulterschluss mit der CDU, die ohnehin nur noch unter „Sonstiges“ firmiert.

Große Koalition also, die soll´s wuppen in Hagen. Mit Dietmar vorne weg! Herrlich!

Und Erik Olaf, der elegante Verräter? Vielleicht erinnert sich ja noch jemand, dass Erik O. Schulz es war, der für die Kandidatur zum OB-Posten seine langjährige Mitgliedschaft bei den Spezialdemokraten aufgekündigt hat, um sich von CDU, FDP und Grünen inthronisieren zu lassen.

Verräter sind in der SPD ganz schlecht angesehen, und ganz besonders bei Werner König, der zwar selbst schon mal Kollegin Nesrin Öcal nach einer Zwischenbemerkung mit dem Satz „Halt Dein Maul!“ maßregelt aber ansonsten doch eher als graue Eminenz Hof hält und die Strippen seiner Bübchen in seinen starken Händen hält. Solche Leute vergessen niemals. Schon gar nicht VERRAT!

Außer, Erik Olaf würde reuevoll und rechtzeitig zum Kommunalwahlkampf aus der kalten Parteilosigkeit seinen persönlichen Gang nach Canossa antreten, und die Eminenz um Verzeihung bitten, wiedereintreten ins warme Nest…. um dann gemeinsam – zur Verhinderung des Alten – sich erneut aufstellen zu lassen – bei DEM Sympathietsunami sicher eine sichere Bank.

Alles nur Hirngespinste? Wir werden sehen.

Auf jeden Fall, und damit wären wir wieder bei der Umfrage der WP, ich habe mir mein Urteil gebildet – aber ich verrat´s Euch nicht.

Eine Antwort to “Ich verrat Euch was…”

  1. Allan Qutermain Says:

    Jetzt bin ich aber ganz traurig, dass ich bei FB und einigen anderen Schweineseiten, kein Mitglied bin.😭

    So dolle kommen mir die Tränchen.

    Ich muss wohl Hotte seine Ex-Untergebenen anheuern zum Leer pumpen,

    der Keller ist schon von den Tränenwasser vollgelaufen.🚒

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