Gute Noten für Hagen: Düsseldorfer Firma kauft Häuser

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„Wir glauben an den Standort Hagen und können uns vorstellen, hier weiter zu investieren.“ Das sagt John Bothe, Gründer und Geschäftsführer der Silverlake Real Estate Group, eines Düsseldorfer Immobilienunternehmens, das in Boele 104 Wohneinheiten und rund 10 000 Quadratmeter Gesamtfläche erworben hat. Gekauft hat Silverlake die 13 Häuser von einem ortsansässigen privaten Bestandshalter. (…)

Die in Boele gekauften Objekte sind aus den Baujahren 1971 bis 1998 und vollvermietet. Bereits zum Jahresauftakt hatte Silverlake vier Mehrfamilienhäuser mit 38 Wohneinheiten in zentralen Lagen Düsseldorfs erworben. „Derzeit prüfen wir weitere Transaktionen in der Region und kommen unserem diesjährigen Ankaufsziel von 50 Millionen Euro immer näher“, sagt Bothe. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: 50 Millionen Euro sind eine Menge Holz für eine Firma, die nach Angaben im Handelsregister erst 2016 als Silverlake Development GmbH mit dem vorgeschriebenen Mindest-Stammkapital von gerade einmal 25.000 Euro gegründet wurde. Im Februar 2018 wurde in Silverlake Real Estate Group GmbH umfirmiert. Der 1990 geborene Geschäftsführer John Alexander Peter Hermann Erich Bothe, so sein vollständige Name, ist in dieser Funktion unter identischer Firmenanschrift bei weiteren Gesellschaften tätig, deren gemeinsames Merkmal darin besteht, dass sie als Stammkapital jeweils auch nur den Mindestbetrag ausweisen.

In einem in gleich zwei Immobilienmagazinen erschienenen textidentischen Artikel vom Februar 2018 heißt es: „Er investiert seit 2008 in Wohn- und Gewerbeimmobilien und hält mit Silverlake derzeit einen Bestand von circa 1.000 Einheiten. Zudem hat Silverlake gegenwärtig ein Volumen von circa 60 Millionen Euro in der Projektentwicklung.“ Demnach muss der junge Mann bereits im Alter von 18 Jahren groß ins Investment eingestiegen sein. In demselben Beitrag betont Bothe „unsere starke Eigenkapitalausstattung“. Damit können bei den Millionen-Summen ja wohl nicht die 25.000 Euro Stammkapital gemeint sein.

Woher kommt also die Kohle? Verbergen sich hinter der Fassade Investmentfonts oder ähnliches? Mit solchen Konstrukten haben die Hagener bereits Erfahrungen sammeln dürfen, wie beispielsweise in Vorhalle oder Hohenlimburg.

Auch ein Blick auf die firmeneigene Homepage wirft Fragen auf. Man würde Hinweise auf die „Wohn- und Gewerbeimmobilien“ oder die „Projektentwicklung“ erwarten, die Unternehmen dieser Größenordnung gerne präsentieren. Oder die Namen der für die einzelnen Bereiche zu kontaktierenden Personen. All das sucht man vergebens. Auch dass es für Telefon und Fax nur eine gemeinsame Nummer gibt, macht stutzig.

Eine Antwort to “Gute Noten für Hagen: Düsseldorfer Firma kauft Häuser”

  1. Wolfgang Poth Says:

    Sehr merkwürdiges Unternehmen. Es fehlen im Impressum sogar die vorgeschriebenen Angaben zu Handelsregisternummer und Namen des rechtlichen Vertreters, also des Geschäftsführers. Das ist übrigens ein Verstoß gegen das Telemediengesetz und kann zu teuren Abmahnungen führen. Einem seriösen Unternehmen passiert so etwas nicht.

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