Sommerloch: CDU will Heimat-Preis

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Das Land bezahlt – sogar ohne Eigenanteil der Stadt

Hagen soll beginnend mit diesem Jahr einen Heimat-Preis ausloben. Das wird die CDU-Ratsfraktion auf Initiative ihrer Pressesprecherin Melanie Purps für die erste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses nach den Sommerferien beantragen.

Purps begründet ihren Plan mit lauter Platitüden, die auch auf zahlreiche andere Städte zutreffen: „Hagen ist ein sehr vielfältiges Gebilde, aus ländlichen und städtischen Quartieren, sowohl landwirtschaftlich als auch industriell geprägt und kann stolz auf eine spannende Vergangenheit mit hoher Integrationsleistung zurückblicken. Wenn also jemand weiß, wie viel Spannung, Dynamik, Tiefgründigkeit und Nächstenliebe im Begriff Heimat stecken, dann sind das wir in Hagen.“

Tränenreich ergänzt der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Dr. Stephan Ramrath: „Wir mussten im Rahmen der Konsolidierung Einschnitte auch im heimatlichen Ehrenamt hinnehmen. Das schmerzt mich noch heute. Und trotzdem sehe ich noch immer eine Menge Menschen in der Stadt, die unverdrossen und mit viel Leidenschaft jeden Tag versuchen, unser Zusammenleben ein bisschen besser zu machen.“

Wir mussten Einschnitte hinnehmen? Wie verlogen ist das denn? Die Hagener CDU hat doch die Kürzungspolitik nicht hingenommen. sondern mitgetragen. Und mehr noch: maßgeblich vorangetrieben. Sätze wie die von Ramrath belegen die ganze Bigotterie der selbsternannten „Christdemokraten“.

Die wesentlich einschneideren Maßnahmen, wie beispielsweise die gewaltige Erhöhung der Grundsteuer oder die Kürzungen im ÖPNV, „schmerzen“ Ramrath dagegen ersichtlich nicht. Auch die mit CDU-Hilfe gestrichene Finanzierung der beiden städtischen Kulturpreise tangieren den Fraktionsvorsitzenden nicht. Dabei handelte es sich in diesem Fall um Kosten, die nicht einmal in der Rubrik „Portokasse“ auftauchen würden.

Stattdessen soll nach dem Willen der CDU jetzt ein „Heimat-Preis“ für irgendwelche Betulichkeiten her. Vorteil für die Kürzungspropagandisten: Das jährliche Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro kommt direkt vom NRW-Heimatministerium.

Im Unterschied zu allen anderen Fördergeldern, die arme Städte erst gar nicht abrufen können, weil ihnen die Kommunalaufsicht den in der Regel notwendigen Einsatz eigener Mittel untersagt, wird bei diesem Sommerloch-Preis ein kommunaler Eigenanteil nicht verlangt.

Eine Antwort to “Sommerloch: CDU will Heimat-Preis”

  1. Allan Qutermain Says:

    Zur Überreichung kommt bestimmt der Bundes-Heimatminister.

    Als ob Hagen und seine Bürger keine anderen Sorgen hätten.

    Ist dieser Heimatpreis angesiedelt in der Kategorie so wie der Löffelpreis als Wachholderritter?

    Denn es gibt keinen höheren Ordenspreis in Hagen.
    Da kommt das Bundesverdienstkreuz noch nicht einmal mit.

    Oder wird das ein Negativpreis? Wie der Bolzen.

    Jedenfalls kann sich der König von Haspe ja ganz entspannt zurück legen. Es gibt keine größeren Ordensklassen in Hagen.

    Für diese Orden wird so gar ein Umzug durch die Straßen gestartet.
    Und nicht zu vergessen diese mickerige Dorf-Kirmes.
    Mit dem Flaer eines Orientalischen Basar.

    Da kommt die CDU mit ihren Orden und Verleihung
    im Leben nicht mit.

    Dietmar überlegt sogar, wie in Hollywood, für jeden Ennepestroeter,
    einen Stern auf der unteren Voerderstrasse an bringen zu lassen.

    Nach dem die Bäume ja dort gefällt wurden,
    hat man auch eine viel bessere Blickachse.

    Alleine die 300 Meter durch die Fußgängerzone,
    erspart vielen jetzt bei Sonnenschein,
    ein Besuch unter dem Solarium.

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