Arnsberg kritisiert zu hohe Personalkosten der Stadt Hagen

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Die stetig ansteigenden Personalkosten bei der Stadt Hagen machen die Finanzexperten der Kommunalaufsicht zunehmend unruhig. „Der erneute dramatische Anstieg der Personalaufwendungen von 134,9 Millionen Euro im Vorjahr auf nunmehr 147,6 Millionen Euro ist nicht mit den Zielen des Stärkungspaktes Stadtfinanzen zu vereinbaren“, formuliert der Arnsberger Regierungspräsident Hans-Josef Vogel in der schriftlichen Genehmigung des Doppelhaushaltes 2018/19. (…)

Stefan Keßen, Leiter des Fachbereichs Personal, weist darauf hin, dass die in den vergangenen zehn Jahren um 19 Millionen Euro angewachsenen Personalkosten nur einen Teil der finanziellen Wahrheit abbildeten: Viele neue Stellen im Kita-Bereich, bei der Feuerwehr oder auch im Jobcenter würden durch Bund und Land oder auch von den Krankenkassen weitgehend refinanziert – insgesamt in einer Größenordnung von etwa 15,5 Millionen Euro. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Undurchsichtige Zahlen. Während der RP für das Vorjahr, also 2017, die Personalkosten auf 134,9 Millionen Euro beziffert, gibt die Grafik im Artikel 141,7 Millionen Euro an. Nach Angaben des städtischen Personalleiters sind die Ausgaben nicht mit den entsprechenden Einnahmen verrechnet worden, sodass sich unterm Strich in einem Zeitraum von 10 Jahren die Personalkosten um 3,5 Millionen erhöht haben – eine Steigerung um 2,7 Prozent. Über 10 Jahre wohlgemerkt!

Einer der Beteiligten kann also nicht rechnen resp. keinen Haushaltsplan lesen. Sollten die Zahlen der Stadt die richtigen sein, hätte Stadtkämmerer Gerbersmann entsprechend deutlich die Behauptungen aus Arnsberg zurückweisen müssen. Stattdessen setzt er zum Kotau an und kommentiert nach Angaben der WPWR: „Dennoch sind die mahnenden Worte aus Arnsberg richtig.“

Eine Antwort to “Arnsberg kritisiert zu hohe Personalkosten der Stadt Hagen”

  1. Allan Qutermain Says:

    Spannende Frage, was will man mit diesen Undurchsichtigkeiten bezwecken?
    Ich habe mir diese Grafik aus der WP extra vergrößert und kam für mich zu der Schlussfolgerung, eins kann nur Richtig sein,
    dieses Kurvendiagramm oder die Zahlenspielereien des Kämmerer.

    Was mich auch stutzig macht wie ws anmerkt,
    es kommen keine Wiederlegungen aus der Kämmerei.

    Was das Refinanzieren und Synenergien bei der Stadt Hagen angeht.

    Hierbei müsste die Stadt Hagen in der obersten Liga und Weltmeister
    darin sein.

    Nur Reden und der Istzustand sind 2 paar verschiedene Schuhe.

    Kleine Frage zu den Refinanzieren, hat man jetzt endlich den Kostenträger die Leistungen die vom Rettungsdienst und Krankentransport erbracht wurden, in Rechnung gestellt?

    Diese Rechnungserstellungen wurden doch angeblich wegen Personalmangel , nach Hinten an, gestellt.

    Für den EN-Kreis sind das zum größten Teil verlorene Gelder,
    die man versucht über eine erhöhte Kreisumlage wieder auf zu fangen.

    In Hagen zahlen die Bürger diese „Umlage“, in Form von Erhöhung

    der Restmüllgebuehren, Straßenreinigungsgebühren, Grundsteuern, Hundesteuer, usw. usf.

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