Masterplan Mobilität soll Weg zur Fördertöpfen ebnen

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Der Masterplan Mobilität soll Hagen den Weg zu Fördertöpfen ebnen. Der Rat hat ihn jetzt einstimmig verabschiedet. (…)

„Dabei geht es nicht darum, jede einzelne Maßnahme umzusetzen“, stellte Umweltdezernent Thomas Huyeng fest. „Wir entscheiden hier über einen Rahmen, der uns hilft, künftig Fördertöpfe zu erschließen. In einem nächsten Schritt wird es für die Stadt darum gehen, Prioritäten zu setzen.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Das ist doch mal eine ehrliche Antwort! Die angebliche „Verkehrswende“ ist nur vorgeschoben – es sollen „Fördertöpfe“ abgegrast werden. Das wäre ja ein durchaus legitimes Unterfangen, wenn denn wirklich eine Reduzierung des MIV angestrebt würde. Noch geht es allerdings in erster Linie darum, die Bezirksregierung ruhig zu stellen. „Wir tun ja was!“

Zu dieser Motivlage passt auch der erste Förderantrag, den die Stadt stellen will. Im WPWR-Beitrag wird dazu Baudezernent Thomas Grothe zitiert: „Es geht um eine Ampelsteuerung, die sich nach dem tatsächlichen Bedarf richtet.“

Im (einstimmig!) beschlossenen PwC-Gutachten heißt es zu dieser Einzelmaßnahme:

  • Ggf. Konflikt mit Bevorrechtigung anderer Verkehrsteilnehmer, besonders Fußgänger
  • Es könnten Zielkonflikte zu den Maßnahmen zur Bevorrechtigung des Umweltverbundes auftreten, insbesondere mit dem Vorrang des ÖNPV
  • Erwartete NO2-Minderung kann sowohl positiv als auch negativ ausfallen
  • Es werden keine Auswirkungen auf den Modal Split erwartet, da die Maßnahme auf alle Verkehrsteilnehmer wirkt (keine releativen Vorteile für einzelne Verkehrsmittel).

Aber mal ehrlich, liebe Ratsmitglieder: Wer von Euch hat das Gutachten überhaupt gelesen?

3 Antworten to “Masterplan Mobilität soll Weg zur Fördertöpfen ebnen”

  1. Allan Qutermain Says:

    Was kassiert PwC eigentlich in Euro für ihre Beratung/Gutachten?

    Wie jetzt heraus gekommen ist, hat ein Herr Weise vom BAMF,
    diesen Laden knapp 60 Millionen Euro zukommen lassen.

    Auch das Herr Weise seinen Zweitjob für ein „Vergelts Gott“, gemacht hat, gehört in das Reich der Ammenmärchen.

  2. Umleitung: Versuchsläufe für den Faschismus? Außerdem Datenschutz, rechtsextremer Terror, eine erodierende CDU/CSU, künstliche Dummheit und mehr … | zoom Says:

    […] Masterplan Mobilität: Die angebliche „Verkehrswende“ ist nur vorgeschoben – es sollen „Fördertöpfe“ abgegrast werden … doppelwacholder […]

  3. Barbara Hanning Says:

    Hallo,
    ich habe das Gutachten, so gut es sich lesen ließ, gelesen. Die Logik, dass nur mit einem Masterplan auch eine Verkehrswende herbeigeführt werden könnte, versteht man erst auf den zweiten Blick. Denn ohne Förderung keine E-Mobilität, ohne Förderung keine Umrüstung der Busflotte und nun also vom Dezernenten klar benannt: ohne Masterplan keine Förderung.
    Also gut, der Masterplan ist also da, jetzt geht es an die Priorisierung. Solange die Mehrheitskoalition anstrebt, alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt nebeneinander zu stellen, wird keine Wende daraus. Ohne nennenswerte Reduzierung des MIV (Mobiler Individualverkehr…) keine Schadstoffreduktion, ohne Konflikte keine Lösung. Die CDU verfolgt da eine ganz putzige Strategie: die Messergebnisse an den Messstellen sollten mal gemittelt werden mit Messergnissen bspw. aus einen schönen Park. Jedenfalls aus einem Bereich ohne jegliche Hintergrundbelastung. Und außerdem zweifle man die Standorte der Messstellen als nicht objektiv an, somit seien sie willkürlich gewählt – und von wem eigentlich? Werde nämlich ordentlich gemittelt, gäbe es auch keine Überschreitungen mehr und alle Probleme hätten sich kostenneutral in Luft aufgelöst – warum kompliziert, wenn sich doch einfach mal Gesetze und Verordnungen umgehen ließen?
    Der Masterplan an sich beinhaltet keine neuen Ideen – die Verkehre auf den Ringen einspurig fahren zu lassen oder durch Parkraumverknappung und -verteuerung die Autofahrer aus der Innenstadt zu vergrämen, nun ja… Bis 2035 haben wir schon einige Male neu gewählt, wie schnell sind Vereinbarungen von einer Ratsperiode zur nächsten vergessen und die heutigen Protagonisten in Rat und Verwaltung sind dann schon längst Geschichte…
    Meiner Auffassung nach muss den Pendlern und Autofahrern ein unwiderstehliches Angebot durch Pendelbusverkehre in die Stadt gemacht, ordentliche P&R-Flächen müssten angeboten werden und der Radverkehr muss absoluten Vorrang und eigene sichere Wege bekommen. Autos, Radfahrer und Fussgänger müssen voneinander getrennt werden und all das kostet Geld. Kostenneutralität in diesem Bereich ist tatsächlich ein schöner Wunsch, allerdings völlig unrealistisch.
    Auf die weitere Entwicklung gespannt ist
    Barbara Hanning
    Fraktionslose grüne Ratsfrau

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