Autofreie Innenstadt mit kostenlosem ÖPNV

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Hagener diskutieren intensiv die Zukunft ihrer Stadt

Die Teilnehmer der Stadtbezirkswerkstatt Mitte äußerten Wünsche wie eine autofreie Innenstadt oder kostenfreien ÖPNV. Foto: Clara Berwe/Stadt Hagen

Hagen plant weiter – in fünf Stadtbezirkswerkstätten können sich alle Bürgerinnen und Bürger aktiv in das integrierte Stadtentwicklungskonzept „HAGENplant 2035“ einbringen. Am Dienstag trafen sich über 50 Interessierte aus dem Bezirk Mitte im Gemeindesaal der Pauluskirche in Wehringhausen.

Mitarbeiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung und Vertreter des Planungsbüros Plan-lokal führten durch den Abend. An acht Arbeitstischen wurden Ideen gehört, vorhandene Defizite ermittelt und Vorstellungen abgefragt, wie sich der Stadtbezirk Mitte in Zukunft entwickeln soll.

Einige Themen traten schon während der Arbeitsphase deutlich hervor. So wurde mehrheitlich der Wunsch nach einer autofreien oder zumindest verkehrsreduzierten Innenstadt mit kostenlosem ÖPNV, guter Luft und hoher Aufenthaltsqualität geäußert. Gemeinschaftsgärten sollen als Begegnungsräume im öffentlichen Raum eingerichtet werden, ebenso gelten Seniorenheime künftig als Treffpunkte für Jung und Alt aller Herkunftsländer.

Alternatives, gemeinschaftliches und generationenübergreifendes Wohnen zum Beispiel in modernisierten alten Fabrikgebäuden und der Erhalt des identifikationsstiftenden historischen Gebäudebestands waren weitere Themen, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Herzen lagen.

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5 Antworten to “Autofreie Innenstadt mit kostenlosem ÖPNV”

  1. Allan Qutermain Says:

    Laut O-Amt haben knapp 1000 PKW eine Berechtigung die Fußgängerzonen zu benutzen.
    Ich hatte dort Mal angefragt, für wie viele
    PKW eine Nutzung ausgestellt wurde.

    Dazu kommen dann die Klein-LKW die Be- und Entladen.
    Plus die ganzen Kurierdienste, wie Stadtbote, DHL, DPD, HERMES,
    UPS, TNT, AMAZON, etc.

    Die Pizzaboten vernachlässige ich Mal.

    Dafür gibt es jetzt Kurierdienste für Lebensmittellieferungen.
    Sogar MC Dof will einen Hauslieferdienst einführen.
    Und man sollte auch die ganzen Apothekenlieferdienste
    nicht vergessen, bei der Aufzählung.

    Vielen davon scheinen auch die Uhrzeiten zum befahren der Fuzo nicht zu Interessieren.

    Dann kommen die TAXIs dazu,
    die die Fußgängerzone als Abkürzung benutzen.

    Aber auch die Transportdienste, die mit einer Mietwagenkonzession die Arztpraxen und Dialysezentren anfahren, benutzen gerne Abkürzungen in der Fuzo.

    Auch bei den Fahrradfahrer, die die Fuzo nicht in Schrittgeschwindigkeit durch rauschen,
    sollte die Staatsmacht diesen Rüpeln auf die Fingerchen klopfen.

    Besser wäre natürlich für die klamme Stadt ein Griff in deren Geldbörse. Aber bei Ordnungswidrigkeiten im Bereich von 5 bis 20 Euro lachen die über die Geldstrafen.

    Wenn man schon von Autofreien Strassen faselt,
    sollte man mit den Fussgaengerzonen anfangen.

  2. drhwenk Says:

    nun, da scheinen einpaar wünsche geäußert woreden zu sein, die schon länge auf der wunschliste stehen und nicht ganz unbekannt sein dürfte.

    die fragre, warm das alles in den zig jahzehnten nicht schon umgestzt worden ist – die rastsmehrheit kommt ausbekannten parteien –
    wird wohl versucht durch das „settung“ irgendwie unkenntlich zu machen.

    man hatte im ernst die „repression“ gewähhlt.

  3. Rodney Skinner Says:

    Der Stadtbezirk MItte hat wie viele? 75.000 Einwohner? An dem Workshop haben 50 Personen teilgenommen. Das sind 0,07 Prozent der dort lebenden Menschen – was keinerlei repräsentative Aussagekraft hat. Das ist ein Trauerspiel.

    Warum nur so wenige? Bestimmt nicht, weil allen die Zukunft des Bezirks oder der Stadt egal wäre. Aber zum einen wurde wie üblich sehr knapp, nur ca. zwei oder drei Woche im Vorfeld, zu dem Termin eingeladen.

    Dann ist 18 Uhr für viele Berufstätige an einem Werktag natürlich eine kaum zu schaffende Uhrzeit – entweder sie sind (Pendler!) noch gar nicht zurück von der Arbeit oder wollen evtl. zwischen Feierabend und einer auf drei Stunden angesetzten Veranstaltung noch etwas essen.

    Und zu guter Letzt ist der Ort doch etwas seltsam gewählt – das Paulusgemeindehaus ist fast am äußersten westlichen Ende des Stadtbezirks. Von einer wirklich gute Erreichbarkeit mit dem ÖPNV aus Emst, dem Hochschulviertel oder Altenhagen kann keine Rede sein. Und die Parkplatzsituation ist an dieser Stelle selbst für Wehringhauser Verhältnisse besonder prekär.

    Da bekommt man doch irgendwie das Gefühl, dass wie bei so vielen Beteiligungsverfahren gar kein sonderlich großes Interesse an tatsächlich breiter Beteiligung besteht … aber immerhin kann man nachher sagen: Naja, wir haben unsere Schuldigkeit getan, die Vorschläge waren aber leider zu utopisch. Schade. Machen wir halt, was wir eh wollten.

  4. Allan Qutermain Says:

    @Rodney Skinner,

    die Teilnehmer dieser Stadtbezirkswerkstätten sind bestimmt alle mit den kostenlosen ÖPNV an diesen Tag zur Lange Straße gekommen.

    „Wenn ich nicht mehr weiter weiß, Gründe ich einen Arbeitskreis.“

    Oder ziehe einen Aktenordner mit Plan B, der bestimmt schon geschrieben ist, aus der untersten Schreibtischschublade.

    Ein gutes hat das ganze aber.
    Viele dieser Schaumschläger aus Politik und Verwaltung, werden die nächsten 17 Jahre nicht mehr ihre Daseinsberechtigung haben.

    Und bis 2035 fliesst noch viel Wasser die Ennepe, Volme, Ruhr
    und Lenne ins Tal. Pardon, in den Rhein.

    Sehen wir aber Mal 17 Jahre zurück.

    Kann sich jemand noch erinnern,
    was es 2001 in der Stadt Hagen gab?

    Ohne die grosse Tante X zu bemühen,
    oder in das Stadtarchiv zu gehen.

  5. Rodney Skinner Says:

    2001… meiner trüben Erinnerung nach müsste da grad der Bau der Volme-Galerie begonnen haben. Ein visionäres Projekt. Wie unsere Stadt dadurch doch erblüht ist!

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