Der Dreißigjährige Krieg in Südwestfalen

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Vortragsreihe im Hagener Kunstquartier

Eine Vortragsreihe zum Thema „Der Dreißigjährige Krieg 1618/1648“ findet am Donnerstag, 5. April, und Donnerstag, 12. April jeweils von 18.30 bis 20 Uhr im Auditorium im Kunstquartier Hagen, Museumplatz 1, statt.

Bei dem Auftakt der Vortragsreihe am Donnerstag, 5. April, thematisiert Prof. Dr. Ralf-Peter Fuchs von der Universität Duisburg-Essen in seinem Vortrag „Ein Dreißigjähriger Krieg? Kriegsverdichtung am Niederrhein und an der Ruhr nach 1618“ die Bedeutung dieses Ereignisses für die Region am Niederrhein und an der Ruhr.

Das Stichjahr 1618 soll zum Anlass genommen werden, um die internationalen Verwicklungen des Dreißigjährigen Krieges aufzuzeigen. Dabei geht es um die Erörterung von Ursachen und um eine Erklärung, warum der Weg zum Frieden lange Zeit nicht eingeschlagen wurde. Zugleich skizziert der Referent, wie sich dieser Krieg, der sich mit anderen bewaffneten Konflikten verband, in der Region konkret niederschlug.

In ihrem Vortrag „Dreißig Jahre Krieg in den Grafschaften Mark und Limburg“ geht Dr. Stephanie Marra von dem Universitätsarchiv Dortmund am Donnerstag, 12. April, der Frage nach, wie sich der Dreißigjährige Krieg in Südwestfalen und besonders in der Grafschaft Mark, hier vor allem im märkischen Amt Wetter, und in der Grafschaft Limburg entwickelte.

Gerade am Beispiel der Grafschaft Limburg mit ihrer Residenz Schloss Hohenlimburg zeigte sich, dass der Konflikt nicht nur konfessionelle, sondern vor allem auch politische Ziele verfolgte. Am Ende blieben ein verwüstetes Land, eine durch Krieg und Pest dezimierte Bevölkerung und drückende Reparationslasten, die noch im folgenden Jahrhundert beglichen werden mussten.

Hintergrund

Vor 400 Jahren kam es zum Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs, einem der schlimmsten Konflikte in der europäischen Geschichte. In der Geschichtsschreibung wird der Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618 als Beginn des Dreißigjährigen Krieges gesehen. Allerdings hatten im Vorfeld bereits der Kölner Bistumskrieg (1584 bis 1589) sowie der Jülich-Klevische Erbfolgestreit (1609 bis 1614) für militärische und politische Spannungen gesorgt.

Der zwischen dem 15. Mai und 24. Oktober 1648 in Münster und Osnabrück geschlossene „Westfälische Friede“ beendete den Krieg. Seine Auswirkungen und Folgen sind teilweise bis in die Gegenwart spürbar.

Die Vortragsreihe ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Museums- und Archivvereins Geschichtsfreunde Hagen und des Karl-Ernst-Osthaus-Bundes. Der Eintritt beträgt 2,50 Euro an der Abendkasse. Infos über die Referenten erhalten Interessierte unter www.uni-due.de/members/ralf-peter-fuchs/ und www.stephanie-marra.de.

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