Wiedergewählter SPD-Vorsitzender aus Hagen im Angriffsmodus

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Mit 84 Prozent bestätigt die Hagener SPD Timo Schisanowski im Amt. Der alte und neue Vorsitzende attackiert die politische Konkurrenz. (…)

Dem verbesserten Ergebnis voraus geht eine kämpferische, wenn auch vom Blatt abgelesene Rede Schisanowskis. Von der bundesweiten Misere der SPD und dem Mitgliederentscheid zur Großen Koalition ist allenfalls am Rande die Rede. (…)

Stattdessen versucht Schisanowski die Seele der Hagener Genossen zu streicheln, gepaart mit scharfen Angriffen auf die politischen Gegner vor Ort und einer Betonung des Gestaltungswillens. Kostproben: (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Während die Hagener SPD zeitgleich mit ihrem Parteitag am Samstag im Wochenkurier eine Anzeige mit – immerhin! – Inhalten schaltete (siehe unten), fällt dem Lautsprecher Dietmar Thieser nichts besseres ein, als die Einwandererkarte zu ziehen und damit, gewollt oder ungewollt, die AfD zu fördern.

„Hetze gegen Ausländer müsse man entschlossen entgegentreten. Aber man müsse Zuwanderern auch „mit klarer Sprache“ und den Mitteln des Ordnungsrechts die Regeln deutlich machen“, zitiert die WPWR, die auch gerne auf dieser Klaviatur spielt, den Hasper Großsprecher, der den Widerspruch in seinen Worten nicht bemerkt.

Gelten die Regeln nicht eigentlich für alle oder nur speziell für Zuwanderer? Müsste man nicht auch manchen Bio-Deutschen „mit klarer Sprache und den Mitteln des Ordnungsrechts die Regeln deutlich machen“? Anscheinend gilt nach Ansicht Thiesers unterschiedliches Recht. Der einst selbst Zugewanderte (geboren 1952 im Saarland, damals noch ein nicht zur Bundesrepublik gehörendes autonomes Gebilde) merkt offenbar gar nicht, dass er mit dieser Differenzierung zwischen „uns“ und „denen“ rassistisch denkt. Frei nach dem alten Hetzspruch aus der vielzitierten „Mitte der Gesellschaft“: Ich hab‘ ja nix gegen Neger, nur schwatt dürfen ’se nich‘ sein.

Wer wie Thieser eine Extraansprache für bestimmte Bevölkerungsgruppen fordert und damit das Gleichheitsgebot des Grundgesetzes relativiert, betreibt genau das Geschäft, dem der Lautsprecher angeblich „entgegentreten“ will: Hetze gegen Ausländer.

Pemiere für die Hagener SPD: Wohl zum ersten Mal eine Anzeige außerhalb von Wahlkampfzeiten. Und: Es werden immerhin einige inhaltliche Punkte genannt. Erschienen am vergangenen Samstag im Wochenkurier.

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