Straßenbahn Hagen setzt sich gegen Kritik zur Wehr

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In der Hagener Politik wird dieser Tage über den Nahverkehr diskutiert. Nicht jede Kritik ist in den Augen der Straßenbahn AG berechtigt. (…)

„Man kann natürlich das Angebot, das wir derzeit im Auftrag der Stadt vorhalten, verbessern“, sagt Christoph Köther. „Aber letztlich liefern wir gerade genau das, was die Stadt bestellt hat. Für unser Unternehmen und insbesondere für unsere Fahrgäste würde ich es begrüßen, wenn künftig mehr Geld für den Öffentlichen Personennahverkehr zur Verfügung  stünde und wir das Angebot wieder ausweiten könnten.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Eine Verbesserung des ÖPNV hat die Hagener Politik noch nie interessiert. Selbst die Grünen verstecken sich inzwischen hinter vermeintlich vertragsrechtlichen Hindernissen, die in Wahrheit nicht existieren (siehe hier). Zutreffend ist in diesem Zusammenhang die Äußerung des Beigeordneten Grothe in der gemeinsamen Sitzung von Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss vom 25. Januar 2018. Das Sitzungsprotokoll vermerkt an dieser Stelle:

„Herr Grothe verweist darauf, dass Hagen eine autoverkehrsgerechte Stadt ist, und dass andere Kommunen bereits vor Jahren innovativ vorausgedacht haben. Die Stadt Dortmund habe bereits in 2014 eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit dem Thema Mobilität auseinandersetze. Man habe sich in Hagen in der Vergangenheit nicht intensiv genug mit dieser Thematik befasst, auch, weil nicht nachgefragt worden sei. Eine Veränderung im Mobilitätsverhalten in dieser Stadt sei ein langwieriger Prozess, und man wolle versuchen, noch auf den Zug aufzuspringen. Am Ende würde es aber um die Entscheidung gehen, ob man in dieser Stadt dem ÖPNV, dem Fahrrad und den anderen alternativen Verkehrsmitteln auch Raum gibt. Wenn man sich (Anm.: für Fördergelder) bewerben wolle, und dies wolle man lt. Verwaltungsspitze tun,  dann müsse eine Veränderung im Verkehrsverhalten stattfinden.“

Und diese Verhaltensänderung muss politisch gewollt sein. Danach sieht es in dieser Stadt weiterhin nicht aus. Der politische Raum wird erst aufwachen, wenn entweder Strafzahlungen wegen jahrelangen Verstoßes gegen EU-Recht fällig werden oder am 22. Februar 2018 das Bundesverwaltungsgericht möglicherweise Fahrverbote anordnet.

Dann wird das Gejammer der vereinigten Schlafmützen groß sein.

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