Schwachpunkt ÖPNV

by

Fraktion BfHo/Piraten kritisiert Hagener Haushaltsplanung

Die Fraktion Bürger für Hohenlimburg/Piraten übt deutliche Kritik am Haushaltsplanentwurf für die Jahre 2018/19, den Kämmerer Christoph Gerbersmann vorgelegt hat. Vor allem der Öffentliche Personennahverkehr sei ein besonderer Schwachpunkt, berichtet das Einheitsblatt über die Position von BfHo/Piraten.

„Es wird seit über einem Jahr engagiert in einem Arbeitskreis aus Politikern, Verwaltungskräften und Experten von der Hagener Straßenbahn an der Verbesserung des ÖPNV gearbeitet, und gleichzeitig kürzen Oberbürgermeister und Kämmerer die Mittel für die HVG. So können die Busse keine brauchbare Alternative zum Individualverkehr werden, der die Stadt immer näher an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringt. Wenn mehr Busse auf die Straßen sollen, braucht man dafür auch mehr Geld“, so Ratsmitglied Thorsten Kiszkenow laut WPWR.

Und er fordert in der Konsequenz ein Modell, das in anderen Kommunen bereits diskutiert und teilweise schon realisiert wird: „Wir brauchen einen ticketlosen ÖPNV, der statt über die einzelnen Fahrkarten über eine von allen Bürgern getragene Gebühr finanziert wird.“

Die Fraktion BfHo/Piraten erinnert in diesem Zusammenhang auch an den Coup, mit dem sich Oberbürgermeister Erik O. Schulz 2014 selbst per Dringlichkeitsentscheidung (ohne Ratsbeschluss, der später in Treue fest nachgeliefert wurde) in die Verbandsversammlung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) entsandt hatte, um dort den Vorsitz übernehmen zu können.

„Wenn das damals von so großer Dringlichkeit war, so darf man nun langsam mal nutzbringende Ergebnisse aus dieser Tätigkeit für die Stadt erwarten“, fordert Kiszkenow.

Da kann der Ratsherr wohl noch lange warten, denn die Verbandsversammlung des Zweckverbands VRR hat mit dem operativen Geschäft des Verkehrsverbunds so gut wie nichts zu tun, dafür sind die Gremien der VRR AöR zuständig. Die Verbandsversammlung, der Schulz vorsitzt, ist vielleicht ein wenig mit der Bundesversammlung zu vergleichen, die auch nur die Aufgabe hat, den Bundespräsidenten zu wählen.

So musste Schulz im Jahr 2016 gerade einmal drei Sitzungen leiten. Jedesmal war schon nach 15 Minuten Schluss (siehe: „Nur drei Viertelstündchen“). Der OB hatte mit seiner Aktion also keine Optionen für Hagen eröffnet, wie er seinerzeit vorgab, sondern sich nur ein schönes Pöstchen verschafft.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: