Thieser zerstört Haspe

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Baumfällung an der Voerder Straße

Mehr als vier Jahre lang hat der Hasper Bezirksvorsteher Dietmar Thieser alles in Bewegung gesetzt, um einen irrwitzigen Plan realisieren zu können: Die Bäume in der Hasper Fußgängerzone müssen verschwinden, weil sie angeblich den Straßenraum verschatten.

Im November vergangenen Jahres hatte er sein Ziel endlich erreicht und ab kommender Woche wird seine Obsession umgesetzt. Am Montag, 22. Januar, beginnt der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) mit den Baumfällungsarbeiten an der Voerder Straße.

Bereits vor einem Jahr hatte DOPPELWACHOLDER.DE die Chronologie und fehlende Sinnhaftigkeit dieser Zerstörungsplanung ausführlich dargestellt („Mein Feind, der Baum“).

Thieser wirtschaftet mit seinen grandiosen Ideen den Stadtbezirk immer weiter herunter. Der erwiesenermaßen kulturferne Lautsprecher ist schon dadurch aufgefallen, dass auf seine Veranlassung Haspe mit primitiven Eselsfiguren überzogen wurde (siehe auch hier) – wie die Baumfällungen eine Verschandelung des Straßenbildes. Die anstehende Abholzaktion soll u.a. weiteren Platz für derartigen Kitsch schaffen.

Als Thiesers Hilfstruppe immer mit dabei ist die Bezirksvertretung Haspe. Dort wird mit wenigen Ausnahmen grundsätzlich einstimmig beschlossen. Ähnlichkeiten der dort vertretenden Parteien mit der „Nationalen Front“ in der Volkskammer der ehemaligen DDR sind natürlich nur rein zufälliger Natur.

Der Große Vorsitzende war auch maßgeblich mit von der Partie, als es um die Umwandlung der Gewerbefläche Zwieback-Brandt in ein Einzelhandelsareal ging. Gattin Karla war als Architektin mehrere Jahre Auftragnehmerin des dort tätigen Projektentwicklers, bis sie im Mai 2015 geschasst wurde. Das Einzelhandelskonzept wurde trotz alledem weiter betrieben, während gleichzeitig das Gejammer einschlägiger Interessenvertreter über fehlende Gewerbeflächen anhält.

Thiesers Wohnsitz samt der Geschäftsräume von Gattin Karla befinden sich auf einem Grundstück, das laut gültigem Bebauungsplan als „Fläche für Gemeinbedarf“ ausgewiesen ist. Auch das passt ins Bild eines Volkstribunen und seiner Entourage, die sich „volksnah“ präsentieren, sich aber noch lange nicht dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen.

Die langjährige Praxis zeigt: Das Gegenteil ist der Fall. Die mit dem Vereinsklüngel verbandelten selbsternannten Berufshasper handeln nicht im Interesse des Stadtteils, sondern zerstören Haspe. Thieser vorneweg.

 

Eine Antwort to “Thieser zerstört Haspe”

  1. erbsenzaehler Says:

    Es muß jetzt schnell gehandelt werden!
    Womöglich kommt ihm ja sonst doch noch eine Art „Baumschutzsatzung neuer Art“ in die Quere….
    Man müßte laut lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

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