„Meine Botschaft: weitermachen“

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OB Schulz will zur Wahl 2020 wieder antreten

Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz will sich 2020 zur Wiederwahl stellen. Das sagte er im Interview mit der WPWR. Die zweite Neuigkeit: Schulz hat sein Deckhaar umstylen lassen. Er trägt jetzt blond mit Frontspoiler (Abbildung nur in der Print-Ausgabe, online leider nicht verfügbar).

Das Einheitsblatt fungiert wie gewohnt nur als Stichwortgeber, Nachfragen – vielleicht auch etwas kritischer Natur – fehlen wie üblich (Abfrager: Michael Koch, Leiter Lokalredaktion). Einige Beispiele der OB-Antworten:

Schulz zur Müllentsorgung:

Ich glaube, die Bürger haben auch einen Anspruch darauf, dass zur öffentlichen Sicherheit auch die öffentliche Ordnung wird. Das bedeutet, dass man möglicherweise auch mit etwas drakonischeren Strafen vorgehen muss. Das ist nicht ganz einfach. Aber da muss Verwaltung sich einen Kopf machen.

Da kann Schulz beim Hagener Entsorgungsbetrieb anfangen. Die Container für Altglas und Altpapier werden nach wie vor nur mangelhaft entleert. Die Müllentsorgung ist maßlos überteuert im Vergleich zu anderen Städten, in denen zusätzlich noch eine kostenlose Sperrgutabfuhr angeboten wird.

Schulz zu seiner Wiederwahl:

Die dreieinhalb Jahre haben mir viel Freude gemacht. Und ich habe das Gefühl, dass ich auch noch eine Menge Energie habe, insofern ist meine Botschaft: weitermachen. Ich gehe davon aus, dass ich weiter die Unterstützung dafür bekomme. Aber am Ende entscheiden die Bürgerinnen und Bürger. Ich würde gerne, wenn es die Hagener wollen.

Wenn sich bis dahin keine glaubwürdige Alternative aus der Deckung wagt, könnte es tatsächlich soweit kommen.

Schulz zur Abgasbelastung und zur „blauen Plakette“:

Ich glaube, dass es nicht unbedingt hilft, schlicht Fahrverbote zu fordern – und zwar wenig Bezug nehmend auf die Bedürfnisse der Menschen in den Städten. Wie soll der Joghurtbecher in den Edeka oder in den Supermarkt kommen? Aber auf der anderen Seite bin ich als Oberbürgermeister natürlich auch der Gesundheit der Menschen Hagens verpflichtet. Es wird auch nicht reichen, einfach den Status Quo zu verteidigen.

Immer dieselbe dümmliche Frage, immer wieder gern wiederholt: Wie soll der Joghurtbecher in den Supermarkt kommen? Als ob die Belieferung des Einzelhandels, Handwerkerfahrzeuge oder die Busse (die zum größten Teil mit neuester Technologie ausgerüstet sind) das Problem darstellten. Es sind der Durchfahrtsverkehr mit LKWs und der PKW-Verkehr, der zum größten Teil aus Freizeitverkehr besteht, die die Abgasprobleme hauptsächlich verursachen. Der immer vielzitierte Pendlerverkehr rangiert weit abgeschlagen dahinter:

Der Urlaubs- und Freizeitverkehr hatte im Jahr 2014 mit rund 43 Prozent (%) den größten Anteil am Personenverkehrsaufwand. Dann folgt der Berufs- und Ausbildungsverkehr mit etwa 22 %. Auf Geschäftsreisen entfielen 14 % und auf Einkaufsfahrten 16 % des Personenverkehrs.

Quelle: Umweltbundesamt („Die meisten Personenkilometer für die Freizeit“)

Im gewohnt schlampig redigierten Text in der Online-Ausgabe der WPWR findet sich auch der folgende „Dialog“:

Schulz: (…) Das zweite wichtige Thema wird sicherlich sein, wie es uns gelingen wird, in der Stadt die Zuwanderung von Menschen zu gestalten.

Welche Initiativen wollen Sie als OB starten, um dem Problem im Jahr 2018 Herr zu werden?

Schulz: Wir haben mit den beiden Grundreinigungsaktion gezeigt, dass es geht.

2 Antworten to “„Meine Botschaft: weitermachen“”

  1. Hansimäuschen Says:

    Da hat doch stickum, wie er nun mal ist, der Herr Oberbürger-Bürgermeister entfallenen Namens bereits anno 2017 (!) den scharfen Interviewer Koch gefragt, ob er ihm denn nicht die Frage stellen könne, wie es nun anno 2020 mit ihm weiterginge und die gleichzeitig von letzterem gestellte Frage, ob er denn mit einer Partei im Rücken oder völlig (!) unabhängig antreten würde, dann gerne unbeantwortet stehen lassen… .
    Soll man sich da mit Sachfragen befassen, etwa, was das zweitwichtigste Stadt-Thema (vielleicht die überaus erfolgreichen 2 Grundreinigungsaktionen) für einen Obermeister ist ?
    Tja, was die Hagener so wollen..

  2. Allan Quatermain Says:

    Ich war und bin kurz über die Weihnachtstage in der Heimat.

    Familär bedingt habe ich mir die Altpapier- und Glascontainer in der Tücking Str. /Buswendeplatte und auf den Hasper Marktplatz über die Festtage ansehen müssen.

    Es sieht dort aus wie bei „Hämpel unter dem Sofa“.

    Neben den Container ist vor Weihnachten mal wieder eine Illegale Müllentsorgung entstanden. Die Müllberge haben jetzt schon die Höhe der Container erreicht.

    Sogar die Altkleider Container wurden benutzt, damit man besser an deren Seitenwände den Müll aufschichten kann.

    Laut Auskunft von Anwohnern wurde der Müll, spätabends ab den 22./23.12.2017 dort deponiert.

    Anrufe bei der ominösen Telefonnummer 207 3333 führen zu nichts.

    Lieber lässt man diese Drecks Ecken 5 bis ? Tage ihren Bestandsschutz gewähren, damit zu Müll, noch mehr Müll abgeladen wird.

    Diese Woche noch bei einen Elektromarkt in der Pettenkofer Str. gewesen. In Höhe Alleestraße waren die Jungs von der HEB dabei, einen Müllberg neben der Bushaltestelle weg zu räumen.
    Neben Plastiksäcke, waren dort ganze Schrankteile aufgetürmt.
    Verursacher laut Auskunft der Jungs, wie fast immer, Unbekannt.

    Mir ist es egal ob diese Ferkel die diese Sauerei verursachen, Biodeutsche, Migranten oder Merkels neue Fachkräfte sind.

    Denen gehört es kräftig auf die Finger zu kloppen.

    Denn das weg räumen dieser Illegalen Müllkippen,
    zahlen WIR alle über die Gebühren der Hausmüll-Entsorgung.

    Was die Sperrung am Finanzamt angeht.
    Es ist prickelnd, hinter den Linienbussen den Remberg oder Eppenhauser Str. hinter her zu zuckeln.
    Denn man darf an den Bushalte Caps schön warten, bis der Linienbus seine Fahrgäste Ausgeladen oder Eingeladen hat.
    Und jetzt kommen noch die Brummis im Spiel.
    Die Luft ist schön durchmischt mit Düften von den Kupplungen, Bremsstaub und Abgasen.

    Was früher auf 300 Meter sich abspielte,
    wird jetzt auf ca. 5 km verteilt.
    Obwohl, es immer noch Brummifahrer gibt,
    die kennen das Schild Durchfahrt Verboten für LKW, nicht.

    Was die Zuwanderung angeht,
    es fehlen immer noch nach Jahrgang 3 der Merkel´schen Einladung, Schulklassen, Kitas, Lehrkräfte, Dolmetscher und vieles mehr.
    Aber dafür sollen es jetzt Tagesmütter mit bis zu 18 Kindern als Gruppengröße richten.

    Eine Erzieherin benötigt bis zu 5 Jahren Ausbildung.
    Fach-Abi wird voraus gesetzt.
    Die Tagesmutti macht das in einen Schnelldurchgang von 14 Tagen. .

    Frage an Herrn Schulz,
    wie will er denn den Gemeinnützigen Wohnungsmarkt in Hagen stemmen?

    Denn der Bund verabschiedet sich 2020 aus der Förderung.

    Das liest man so nebenbei in den Zeitschriften von
    Haus & Grund und den Mieter Vereinen.

    Für mich ist der Erik O ein Meister der Phrasensprüche.

    Aber so einer passt zu dieser Stadtverwaltung, Stadtrat
    und den Bezirksvertretungen. Fraktionen eingeschlossen.

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